Archiv für Mai 2008
25. Mai 2008 ·
Der Renner in diesem Jahr sind aber ganz klar die Kleinstausführungen der Flagge, die man mit Plastic-Steckern ans Auto pinnen kann. Mindestens zwei müssen es schon sein, rein nur, um die Symmetrie zu wahren.Quelle: think eMeidi
Es scheint nicht nur mir aufzufallen, dass landesweit die Einwohner und Einwohnerinnen unseres Landes mit den Vorbereitungen zur Euro08 begonnen haben.
Dies zeigt sich einerseits durch die Flaggen welche überall aufgehängt werden. Vorbildlich, Gefällt mir, Weitermachen. Ich selbst sehe das weisse Kreuz auf rotem Grund täglich, wenn ich über den Kasernenplatz gehe.
Was mir persönlich bereits jetzt sehr auf mein Nervenkostüm drückt sind die Fähnchen, welche mittels Plastikhalterung am Auto angepinnt werden. Wer zum Henker kam auf die Idee diese Fahnen zu produzieren? Zugegeben, die Verbreitung ist genial und die Kasse wird auch ordentlich klingeln.
Doch hat da jemand an die Folgen gedacht?
Ein jeder weiss, dass bei den meisten Fahrzeugen die Aerodynamik massgeblich auch für den Verbrauch des Fahrzeuges verantwortlich ist. Ich persönlich will mal vermuten, dass die Doppelbefahnung an einem hundskommunen Personenwagen den Verbrauch massgeblich in die Höhe drückt. Aber das ist ja kein Problem wenn das Auto ein bisschen mehr vom ohne hin teuren Stöffchen (~1.90CHF/Lt.) weggurgelt.
Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen was es bedeutet, wenn jedes beflaggte Auto mehr Sprit braucht. Item, Patriotismus und Kommerz-Fangetue darf ruhig etwas kosten.
18. Mai 2008 ·
Die Woche 3 begann aufgrund der Festtage erst am Dienstag, an welchem wir uns mit verschiedensten Theorielektionen herum schlugen.
Am Mittwoch begann die mysteriöse Übung, welche auf dem Tagesplan lediglich durch eine Ausgefranste Linie vor Tagwach 0600 angezeigt wurde. Dank der Infiltrationstruppe (bekannt unter dem Tarnnamen “Fassmanschaft ZWO”) konnte in Erfahrung gebracht werden das wir frühestens um 0200 geweckt werden konnten (da der Zwipf zu dieser Zeit für uns bereit stehen musste). Geweckt wurden wir dann um 0300. Mit dieser Übung wollte man uns aufzeigen, wie wichtig Informationen für die Führung sind. Die Übung “Daywalker” wurde als 42 KM Marsch mit einem Fixpunkt am Nachmittag irgendwo im Nirgendwo wo wir danach einer anderen Truppengattung (Artillerie?) bei der Räumung eines Übungsgeländes helfen sollten. Da der Fixpunkt um 1600 ziemlich mit allem anderen auf dem Tagesbefehl in Konflikt stand, war uns bewusst das diese Informationen über die Übung “Daywalker” ziemlich genau für nichts waren.
Wir marschierten als zu früher Morgenstund los und kamen ca. um 0600. am Obersee an, an welchem wir uns Verpflegen durften. Der Nachfolgende Befehl war die Entwarnung für alle. Wir konnten nach dem Morgenessen zurück zu unserer Unterkunft marschieren und hatten bis nach dem Mittagessen Zeit für Selbststudium. Dieses Selbststudium diente bei den meisten zur Ausführung und Wiederholung der Stellung “Soldat liegend lang, aufgelegt auf Kopfkissen” (wahlweise gedeckt getarnt mit Flauschi).
Am Nachmittag durften wir nach einigen Trockenübungen die Sofort-Aktions-Techniken (SAT) im scharfen Schuss ausführen, was zu meinem erstaunen relativ gut klappte. Danach hatten wir wie bereits von unserem Ausbilder angekündigt die Gefechtsübung. Im Rückblick auf diese Übung bekomme ich bei der Schilderung des Ablaufs immer wieder glänzende Augen ;-)
Unter strahlendem Wetter mussten wir in Binomen verschiedene Stellungen einnehmen und über das Gelände verschieben. Begleitet wurde das immer wieder durch “Artilleriebeschuss”, welcher in Form von Knallpetarden auf uns herab regnete. Nach dem ersten Durchgang waren alle ziemlich am Schwitzen, da die kurze Zeit der Übung wirklich alles an Konzentration und Einsatz abverlangt. Danach spielten wir die Übung noch einmal durch, jedoch in der entgegengesetzten Richtung. Zum Abschluss musste sich jedes Binom mittels Nebelsatz und Knallpetarde in die Sicherheit des Hauses zurückziehen.
Aufgrund unserer Müdigkeit wurde auf das Nachtschiessen an diesem Tag verzichtet (die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit wäre nicht mehr gegeben gewesen). Wir hatten aber trotzdem noch eine Kurzeinführung mit der RakPist78, welche dazu dient in der Nacht ein Feld zu Beleuchten oder Signalraketen zu verfeuern. Nach einem High-Speed Parkdienst waren wir danach bereit um in die Koje zu steigen.
Die Übung “Daywalker” war nur der beginn einer angewandten Übung zum Thema Konfliktmanagement und wurde am nächsten Tag weitergeführt. Wir erhielten sehr wenige Informationen über den Ablauf/Vorbereitung. Wir wussten jedoch, dass wir zumindest einige Meter gehen mussten und machten die notwendige Marschvorbereitung. Danach mussten wir unsere Taschen leeren und sämtliches Gepäck auslegen. Um die Konflikte untereinander zu Verstärken wurden sämtliche “Suchtmittel” also Zigaretten, MP3 Player, Handys, Schnupf (!) und andere Suchtmittel beschlagnahmt. Danach wurden wir in die Duros verladen und nach Wahlenstadt kutschiert. Von da aus wurde kurz orientiert und danach los marschiert.
Die Höhendifferenzen auf diesem Marsch waren teilweise sehr Happig. Als wir auf der Strecke im Dörfchen Quinten vorbei kamen, ging mir ein licht auf wieso mir diese Strecke ein wenig bekannt vor kam. Ich war vor Jahren einmal mit meinen Eltern in diesem Gebiet wandern. Die Bilder meiner lückenhaften Erinnerung komplettierten sich aber schnell wieder ;-)
Die Idee mit den Zigaretten stiess auf einige Ängste, da ich persönlich einige Raucher kenne und weiss wie diese nach einem kalten Entzug reagieren. Die Konflikte wurden zusätzlich provoziert indem sich unsere Vorgesetzen in den Pausen eine Zigarette oder einen Stumpen genehmigten. Der Plan scheiterte aber darin, dass die Raucher sehr ruhig blieben.
Als das Ziel langsam in Sichtnähe kam, nahm die Gruppe drei ein heftiges Tempo an und zog die ganze Klasse mit grossen Schritten Richtung End-Checkpoint. Aufgrund dieser Marschleistung wurde entschieden, dass alle nun mit dem Duro zurück zur Unterkunft fahren durften. Somit waren unsere ca. 37 Kilometer geleistet und wir machten uns an diesem Abend auf um Unsere Packungen zu erstellen um am nächsten Morgen möglichst speditiv vorwärts zu kommen.
Am Freitag reinigten wir die Unterkunft und hatten danach die Möglichkeit das Militärsportabzeichen zu sichern. Aufgrund der wirklich perfekten Planung (nach einem 40er Marsch und vor einer Veloverschiebung) war die Motivation nicht wirklich da.
Danach erstellten wir wieder unsere Tenues, bedienten uns am Zwipf und begannen die Verschiebung mit Velo und Vollpackung in Richtung Dübendorf. Wie früher einmal bemerkt ist das Ordonanzrad 05 nicht wirklich etwas, was man sich unter komfortablem Fahrrad vorstellt. Wer meint das Fahrrad hat nur einen Gang, der hat völlig recht. Jedoch gibt es drei Varianten zum Vorwärtskommen mit diesem Rad. Diese wären: Laufen, Tragen und Fahren. Somit hat man für jedes Gelände einen gültigen Modus ;)
Wir kamen als erste in Dübendorf an und unsere Gruppe machte den anwesenden mit einer lautstarken Gefechtsmeldung bewusst, dass wir wieder auf Platz sind ;-)
Der Rest des Abends war mit Retablieren, Putzen, Materialkontrolle und Dienstbetrieb gesäumt. Kurz darauf hiess es dann Lichterlöschen und gute Nacht.
Ich wünsche ein schönes Restwochenende.
Sdt Widmer aka “alter Krieger”
P.S. Falls mich jemand aus der Grossen weiten Welt zu erreichen versucht. Ich habe zwar kein fliessend Internet zur Hand, jedoch habe ich Analog-Postempfang:
Sdt Widmer Bastian
FULW UOS 95-1/2008
Kaserne
8600 Dübendorf

18. Mai 2008 ·
Die zweite Woche der UOS sah jedenfalls auf dem Wochenpicasso (der Übersichtsplan der Wochentätigkeiten) relativ gemütlich aus.
Oberurnen ist ein wunderbares Fleckchen Schweizer Boden, umgeben von hohen Talrändern und eignet sich hervorragend zum Wandern ergo auch zum Marschieren.
Gesagt getan in Woche 2 Absolvierten wir die Schiesslehrerausbildung und marschierten danach 32KM zurück zu unserer Unterkunft, was im Rahmen der Übung “Veritas UNO” geschah. Der Marsch wurde immer wieder durch Übungs und Lernsequenzen unterbrochen. Die härteste Etappe war der Barrenbau. Wir hatten einen moment Zeit eine Sanitätsbarre zu bauen. Das man nicht einfach eine Barre baut ohne sie zu Verwenden wurde nach dem nächsten Befehl definitiv klar. Einer aus unserer Gruppe musste auf die Barre liegen und wir bekamen einen Zielpunkt (~1KM, gefühlte 10 Meilen) mitgeteilt. Die erste Gruppe bekommt als Belohnung für die Leistung 4KM Marschdistanz geschenkt. Unsere Gruppe startete als Letzte zum Lauf und wir hatten somit etliche Meter rückstand zu den beiden anderen Gruppen. Dank der Erschöpfung und unserem Einsatz (wir hatten ordentlich zu beissen) konnten wir als erste ins Ziel einlaufen. Am Tag unseres Marsches war auch noch die Übung “Go4Five” angesagt, im Klartext heisst das, dass um 1700 jeder ADA 5Km zurücklegen muss – für uns eh kein Problem, da wir sowieso unterwegs waren.
In dieser Woche war auch noch eine Lektion eingetragen “Stgw PD Musterlektion” mit einer Dauer von knapp 2 Stunden (sofern ich mich noch erinnern kann). Wir staunten nicht schlecht als uns gezeigt wurde, was die Putzkiste alles für Überraschungen bereit hält. Die Lektion war durchzogen mit zahlreichen “AHA”-Erlebnissen der Teilnehmerschaft. Danach war das Schiesseisen wieder sauber geputzt und erstrahlte in neuem glanze.
Nach dem Ausgang in Woche 2 demonstrierte einer in unserem Zimmer, dass unter Einfluss von Subsanzen welche man im Ausgang zu sich nimmt nicht nur die Rolle vorwärts sowie rückwärts möglich ist. Der Besagte segelte um 0030 mit einer Rolle vertikal aus dem oberen Stock seines Doppelbettes zu Boden. Doch keine Sorge, ein FULW-Grenadier hält sogar das aus *grins*.
Der Rest der Woche war noch mit Persönlichkeitsprofilen und Theoreielektionen (im Theoriesaal sowie draussen auf dem Feld) gesäumt. Am Freitag konnten wir früher als geplant das Abtreten vollziehen und das verlängerte Wochenende genissen.

4. Mai 2008 ·
Hmnunja, mit eher gemischten Gefühlen bin ich in die erste Woche Unteroffiziersschule (UOS) gestartet. Rückblickend auf die drei Tage kann ich sagen dass es einerseits anstrengend (was die Verschiebungen mit dem Ordonanzrad05 betrifft) jedoch aber um einiges angenehmer zu und her geht als in der Rekrutenschule. Ob das jetzt mit dem ersten Strichli an der Uniform liegt sei einmal dahingestellt.
Am Montag hatten wir verschiedenste Schiessübungen auf dem nahe gelegenen Schiessplatz zu absolvieren. Wir lernten wie man eine Drillpiste aufbauen könnte und absolvierten diese natürlich auch (war ja klar… ;-) ). Am späten Nachmittag kam dann der Punkt auf welchen die meisten schon voller Vorfreude gewartet haben. Das angekündigte Simulationsgefecht wurde durchgeführt. Wir schnallten uns die Sensorwesten an, justierten die Zielvorrichtungen und Spitzten je 40 Schuss Markiermunition ab.
Soldat Widmer bekam eine Deckung zugewiesen, welche sich im verlaufe des Gefechtes als wirklich mühsam herausstellte. Sobald ich in die Richtung des Gegners feuern wollte, musste ich meine Deckung praktisch aufgeben. Item, Schützensprung, zielen, Feuer in richtung Feind eröffnen… so weit so gut… oder eher…
Leider kassierte ich schon nach meinem ersten Schuss einen Streifschuss, was mich doch zur Überzeugung brachte mein Vorgehen in der Deckung noch einmal zu überlegen. Nachdem ich einige zeit abgewartet habe versuchte ich noch mal herauszukommen. Leider wartete einer der Gegnerischen Schützen im 30 Meter entfernten Dickicht und hatte schon sauber auf mich gerichtet. Meine SIM-Ausrüstung begann alsbald mit einem zwerchfellerschütternden Fiepen zu signalisieren, dass ich nun tödlich Getroffen sei. Shit happens.
Die Revanche Runde konnten wir leider aufgrund des aufziehenden Regens nicht durchführen. Ein weiteres SIM-Gefecht wurde uns aber schon versprochen.
Der Rest der Woche war geprägt von Schiessleiterausbildung, Führungsausbildung, einem Patrouillengang durch Oberurnen und ungewohnt viel Zeit zur eigenen Verfügung. Die Zeit zur Verfügung rührt von mir aus gesehen daher, dass wir nun für etliche Sachen langsam selber verantwortlich sind und uns nicht mehr jede zu erledigende Arbeit direkt Kommandiert wird.
Ich bin mal gespannt auf die nächste Woche. Vor allem auf die mysteriöse Übung am Montag.
In diesem Sinne: Semper partatus.

2. Mai 2008 ·
Wie bereits angekündigt startete die Woche 6 sehr früh mit einer Verschiebung auf den Schiessplatz Rothenturm-Altmatt. Wo wir verschiedenste Schiessausbildungen geniessen durften. Im Militär ist vieles so, das man während der eigentlichen Ausbildung darauf pfeift (und am liebsten irgendwo im warmen/trockenen wäre), im Rückblick aber eine wertvolle Erfahrung reicher ist. Einerseits hatten wir die normalen Schiessen in den KD-Boxen (30m Kurzdistanz) in den verschiedensten Stellungen (Liegend Aufgelegt, Kniehend, Stehend). Dieses Programm wurde mit verschiedenen Elementen ausgebaut wie: C-Vollschutz mit Schutzmaske oder der Splischu (Splitterschutzweste).
Ich brauche nicht darauf hinzuweisen das wir während diesen 2 Tagen sämtliche Wetterlagen welche die Begleiterscheinungen wie Nass, Kalt, Eisig haben erlebt haben.
Geistig wurde ich gefordert, als ich zu meinem 2iten Gespräch eingeladen wurde. Thema war das Weitermachen. Ich werde später noch auf das Weitermachen zurück kommen.
Nach diesem Gespräch war ich ein wenig durch den Wind (sprich geistig abgelenkt) und verschoss beim Kommando “5 mal 1 Schuss” (merke jeder Schuss wird kommandiert) gleich alle 5 in Bestzeit, was natürlich einen ziemlichen ZS des Schiessleiters nach sich trug – Verständlich.
In Woche 6 stand auch noch die CPR Zertifizierung auf dem Plan. Ich versuchte also mit Einsatz aller Kräfte die Übungspuppe zu reanimieren und bestand den Test. Die Puppe zeigte aber nach meinem Einsatz keine spontanen Lebenszeichen und wurde deshalb am Schluss für Tod erklärt ;-)
Woche 7
Die Woche 7 Startete für mich und 7 andere Rekruten aus dem Zug 1 ein bisschen Früher als üblich, da wir für den Wachdienst abkommandiert wurden. Ich erhielt zusammen mit einem Kameraden die Schicht von 00.00 bis 04.00. Was für uns hiess, dass wir von 00.00-02.00 Piquet haben und danach von 02.00-04.00 das Wachhäuschen in Beschlag nehmen. Zwischendurch hatten wir noch eine Kontrollrunde zu absolvieren. All Green, keine besonderen Vorkommnisse, eine nicht abgesperrte Tür und ein Kader das noch die Übung Terzo vorbereitete.
Unsere Wachschicht endete ungefähr gegen 12.00 da wir uns danach geistig und materiell für die Übung Terzo vorbereiten mussten. Angesagt war ein 15 KM Lauf mit diversen Einschüben wie Abkochen im Freien, Erstellen eines taktischen Feuers oder 1 Stunde BG4 Marsch.
Ich persönlich hatte während dieser Übung einiges zu Beissen und brauchte am Schluss von meinen Kameraden ein bisschen Hilfe, da mein Knie nicht mehr so wollte wie es eigentlich sollte.
Zum BG4 Marsch muss ich noch anmerken, dass dies etwa die angenehmste Ettape des gesamten Marsches war. Eventuell lag es an der gewissen Trockenheit welche man verspürt, wenn man im Vollschutz marschiert oder an der wohligen wärme. Nach Parkdienst und der Übungsbesprechung ging es danach auf direktestem Wege ab ins Bett.
Am Dienstag stand die Inspektion auf dem Plan und wir putzen uns alle raus und zeigten in den verschiedenenen Teilbereichen ABC-Schutz, Kameradenhilfe, Waffenkentnisse oder Allgemeines Wissen und Formelles (Zugschule) was wir in den letzten Wochen gelernt haben.
So weit so gut, nach der Inspektion warf ich mich ins Tenue Ausgang und verschob alleine nach Bern um mir 2 Weisheitszähne ziehen zu lassen (Spassfaktor 100). Ich hatte am Dienstagabend den wohl entspannendsten Schlaf aller zeiten. Jedenfalls bemerkte ich nicht mehr, dass meine Kameraden vom Ausgang zurück kamen.
Am Mittwoch stand das Wettschiessen auf dem Plan. Ich verpasste die Schiessauszeichnung knapp um 4 Punkte, weil ich in der letzten Serie zu hastig geschossen habe. Pech gehabt.
Der Donnerstag war bis zum Nachtessen ein nahezu perfekter Tag. Wir hatten kurze aber informative Repetitionen und Übungen im Bereich Sturmgewehr und ABC-Schutz. Auch der berühmt berüchtigte Bananengastest wurde durchgeführt.
Am Abend hatten wir AVOR (Arbeits-Vorbereitung), da ich mit einigen Kameraden zusammen Dübendorf für 3 Wochen verlassen werde und im schönen Urnerland stationiert werde. Die Materialkontrolle war relativ mühsam und sorgte auf Seiten des Kaders sowie der Rekruten für hochrote Köpfe.
Am Freitagmorgen hatten wir danach die Verschiebung zum neuen Standort und wir hatten Zeit uns dort Einzuquartieren. Danach ging es schon weiter zur Beförderungsfeier.
Hey haltmal Beförderungsfeier?!?
Verteilt unter den letzten Wochen hatte ich mehrere Gespräche mit dem Lehrgangsleiter UOF in welchen sich langsam aber sicher herauskristallisierte, dass ich ein Unteroffiziers-Anwärter bin. Schlussendlich habe ich mich damit abgefunden und das Kenntnisnahme-Formular selber unterzeichnet.
Daher wurde ich zum Soldaten befördert und werde per sofort die Unteroffiziers-Schule absolvieren.