Archiv für Juni, 2008

FULW UOS 95-1 : Woche 9

Auch wenn die Woche 9 die letzte UOS Woche ist, ist das noch lange kein Grund kürzer zu Treten.

Am Montag stand uns bereits die Übung “Igel” bevor welche auf dem Plan bis 23.30 eingetragen war. Wie es Übungen so an sich haben, fördern diese viel Spekulationen zu tage. Bereits ein Kommentar unserer Zugführer betreffend dem Tarnstift, welchen wir mitführen sollten reichte aus um die Gerüchteküche in gang zu setzen. Unsere Zugführer kannten wir ja unterdessen ein bisschen(jedenfalls hatten wir sie schon  gesehen und gemeinsam die “Icebreaker-Mission” absolviert).

Die Übung an sich war eher praktischer Natur. Wir stellten das Wärmebildgeräte (WBG) auf und beobachteten Fahrzeuge welche auf der Hauptstrasse vorbei fuhren. Später am Abend - nach einem Abendessen aus der Gamelle - wurden zwei Gruppen gebildet. Die eine Gruppe stellte die WBGs auf und die andere Gruppe hatte das Ziel möglichst ungesehen an der anderen Gruppe vorbei zu verschieben.

Als es langsam Eindunkelte packten wir unsere Materialien zusammen und verschoben wieder in Richtung Dübendorf, wo wir nach einem Parkdienst in die Federn fallen durften.

Am nächsten Tag hatten wir wiederum eine Übung in welcher wir eine Nachrichtenzentrale in betrieb nahmen und einen abgesetzten Nachrichtenposten aufbauten. Erstmals wurden mir die Zusammenhänge der verschiedenen Systeme und Komponenten bewusst. In der Nachrichtenzentrale hatten wir den Auftrag im vertelstundentakt über die Sachlage zu informieren. Da die Software nicht wirklich flexibel mit den Daten umgehen kann (jedenfalls nicht, wenn man einen Zusammenzug der Geschehnisse wünscht) bemühte ich mich mit ein paar Tricks in Excel einen schönen Zusammenzug zu erstellen. Das ich natürlich sehr schnell als Nerd abgestempelt wurde ist ja wohl klar.

Nach dem Abendessen (wiederum Gamelle) drehten wir den Spiess um und hatten den Auftrag den Beobachtungsposten einzurichten. Bei den Temperaturen welche immer noch vorherrschten war das Unterfangen sehr Schweisstreibend.

Als Eckpunkt in dieser Woche war auch noch die WEMA. Vorgängig wurde von uns mindestens 110% Einsatz verlangt, was normalerweise darauf hinweist, dass es viel zu tun gibt und zu wenig Zeit zur Verfügung steht.

Die WEMA bestand aber schlussendlich aus Velorückschub (inklusive Beweis, dass es möglich ist ca. 30 Armeeräder auf einen Anhänger zu laden), Materialkontrolle, Materialverlustmeldungen und Bereitstellen des Materials, welches nächste Woche an die Rekruten ausgehändigt wird. Während der restlichen Zeit hielten wir uns im Aufenthaltsraum für weitere Aufträge bereit (=> Häsibe - Hält sich bereit). Da man die achsostärkste Zeitung der Schweiz irgendwann auch überflogen hat, begnügte man sich danach dem kreativen Umgang mit Technik oder besser gesagt den Internet Terminals im Aufenthaltsraum.

Am Freitag stand noch unsere Beförderung auf dem Programm, welche in der Lazariterkirche Gfenn abgehalten wurde. Nach einem kurzen Gruppenfoto und dem Apèro wurden wir ins Wochenende entlassen.

Morgen startet die FULW RS 95-2 und ich werde im Zug 2 als Gruppenführer eingesetzt. Ich bin jedenfalls schon jetzt auf die neuen Gesichter gespannt, welche ab morgen in Dübendorf ihren Dienst aufnehmen.

Bild zu Beitrag: FULW UOS 95-1 : Woche 9

Euro 2008 und andere Spielereien mit Twitter

Mit ein bisschen Erfindergeist kann man mit Twitter (dank API) fast alles bewerkstelligen. Christian Leu (Leumund) hatte die geniale Idee einen Twitterbot zu schreiben, welcher alle Euro08 Tore als Tweet auf Twitter hochschiebt. Momentan machen von diesem Angebot knapp 70 Twitterer gebrauch. Leu hat heute gefragt ob wir die 100er grenze knacken können, und ich versuch so mal ein bisschen Werbung zu machen.

Die Idee ist simpel aber funktioniert blendend. Einfach den Bot goal2008 followen und schon ist man stets über die neusten Tore informiert.

Christian hat aber nicht nur den Euro-Bot gebaut, sondern liefert seit kurzem mit dem Aarebot vier Mal täglich die aktuelle Aare-Temperatur (für berner Twitterer ein Must Have!)

Bild zu Beitrag: Euro 2008 und andere Spielereien mit Twitter

FULW UOS 95-1 : Woche 8

Unterdessen ist mein Wochenende auch schon wieder zu ende und ich rekapituliere noch kurz die Geschehnisse aus der letzten Woche.

Am Montag und Dienstag war wie Üblich Technische Ausbildung. Wir lernten wie man die Fernantenne richtig aufbaut, was sich einfacher gestaltete als ich zuerst gedacht habe (abgesehen davon das wir eine Abspannung auf 8 Metern Höhe vergessen haben und das ganze teil wieder “runternehmen” mussten um diese Einzuhängen). Später testeten wir die 2-Takter Aggregate, welche wir im Notfall für die Stromversorgung brauchen. Da jemand scheinbar das Gemisch für den Betrieb falsch zusammengemischt hat rauchten unsere Aggregate den ganzen Kasernenplatz zu. Mit dieser Aktion machten wir uns nicht beliebt aber bekannter ;-) )

Nachdem der Technische Dienst am Dienstag beendet war, gingen wir in unsere Zimmer und legten gemäss dem erhaltenen Vorbefehl die notwendigen Utensilien bereit. Nach einer relativ hastigen Materialkontrolle und mit knurrendem Magen sassen wir kurz darauf im Theoriesaal wo uns die Gruppenaufteilung bekannt gegeben wurde (ja wir wurden wieder einmal sauber durchgemischt) und die Gruppenführer eingewiesen wurden.

Danach gings Los. Die Iron Team Trophy (kurz “ITT”) begann mit einem Radmarsch von Dübendorf in Richtung Hinwil. Die Strecke war ca. 25 Kilometer lang und dank unserem Ortskundigen gruppenführer überholten wir in den letzten Kilometern via Abkürzung zwei Gruppen und trafen als zweiter im Ziel ein.

Das Wetter war eher bedeckt und der Regen war bereits absehbar. Daher beeilten wir uns mit dem Zeltbau ein wenig und entfachten neben unserem Materialzelt unser Grabenfeuer. Später bekamen wir den Befehl auf dem Grabenfeuer ein Abendmahl herzurichten, welches von der Übungsleitung gekostet und bewertet wurde. Die Teigwaren waren bei der Bewertung als Positiv aufgeführt “Richtig Al Dente” und verschaffte uns somit den punktemässigen Vorsprung auf die bereits bewerteten Gruppen (Über das zu fade Chili-Johny-Fleisch-Saucengemisch lasse ich mich jetzt nicht aus). Im Endeffekt war das Zubereite geniessbar und stärkte uns.

Danach hiess es Ruhen. Doch die gewisse militärische Intuition, welche ich mir in den vergangenen Wochen angeeignet habe sagte mir das diese Ruhe nicht von langer Dauer sein wird. Mir war das egal, denn ich hatte sowieso die erste Schicht Funk und Feuerwache. Nach kurzer Zeit kam bereits ein Funkspruch und ich musste unseren Gruppenführer aus den Federn zur Befehlsausgabe jagen.
Nachdem Unser Gruppenführer zurück kam wussten wir wie das Programm weiter geht: SIM-Gefecht.

Als erstes mussten wir unsere Stellung verteidigen und der Gegner eine im Gelände aufgestellte Fahne erobern. Ich hatte meinen Posten im dunkel einer Ruine bezogen und wartete auf den Gegner. Plötzlich ging alles sehr schnell und ich sah einen Schatten vor mir welcher in Richtung Fahne huschte. Kurz gezielt und 3 Schuss später war die Runde vorbei. Ich weiss nicht ob ich jetzt nicht getroffen habe oder ob der SIM-Aufsatz eine Meise hatte. Jedenfalls war der Gegner nicht getroffen aber jedoch sehr erstaunt, das aus meiner Stellung geschossen wurde ;-)

In der zweiten Runde schlugen wir uns durch die Büsche (Wortwörtlich) und Griffen den Gegner an. Lange passierte wie bei unserer ersten Runde nicht viel. Wir tasteten uns zu Dritt langsam nach vorne, bis plötzlich einer meines Trupps getroffen wurde. Danach wurde es Hektisch und wir verloren kurz darauf einen weiteren Mann. Die Übungsleitung brach kurz darauf unsere Runde ab. Grund dafür war Eigenbeschuss der anderen Gruppe. Demzufolge gewannen wir diese Runde.

Später wurde die Übung abgebrochen und wir versorgten unser Material. Nun hiess es wieder Ruhen. Wir waren zu Fünft in der Gruppe und hatten zwei 2-er Plachenzelte erstellt. Ich machte es mir in unserem Materialzelt gemütlich, damit wir uns nicht in den Weg kamen. Irgendwann zu früh am morgen wurde ich geweckt und informiert, dass ich wieder Wacht Dienst schieben müsse. In meinem relativ verpennten zustand glaubte ich das natürlich. Fehler! Mein Kamerad hat einfach den Wachtplan nicht richtig gelesen und ich hätte noch in den Federn bleiben können. Da ich das aber zu spät bemerkte.

Der Zweite Tag unserer ITT gestaltete Sich mit einem Überdimensionalen Postenlauf wo wir unser Wissen und Können unter Beweis stellen mussten. Unter anderem Hatten wir auch noch Gruppendisziplinen wo wir zuerst einen Veloparcour absolvieren mussten.

Feldweibel bitte folgende Zeilen überlesen ;-)

Der Veloparcour war sozusagen eine kleine Rallye über das Gelände. Slalom, Hügel, “Downhill”-Elemente und Hindernisse waren zu überwinden, und das Ordonanzrad wurde an seine Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht.

Der Feldweibel darf wieder aufmerksam weiter lesen.

Nach dem Abendessen hatten wir einen San-Barren-Parcours zu Absolvieren, wo wir zusammen einen unserer Gruppe durch verschiedene Hindernisse tragen mussten. Die Übung war kräftezehrend aber sehr Spannend und Intensiv im Teamwork.

Danach hatten wir Zeit unser Material wieder abzubauen und eine Materialkontrolle durchzuführen. Alles war klar geregelt, bis die Übungsleitung in der Nacht änderte und es einige Widersprüchliche Befehle gab, welche in Arbeit ausarteten. (Alles wäre halb so wild gewesen hätte ich nicht ab dieser Zeit die Gruppenfürer Rolle übernommen.)

Ich musste meine Gruppe 2-3 Mal aus der Ruhe reissen um die Befehle von Oben durchsetzen zu können. Was nicht gerade zur Motivation meiner Gruppe beitrug. Später in der Nacht wurden wir Eingewiesen und Verschoben und starteten danach unseren Eilmarsch um den Greifensee zurück nach Dübendorf. Das Zeitlimit wurde uns bei 120 Minuten gesetzt, was nur schwer einzuhalten war. Wir schafften es nicht. Ich persönlich hatte in den ersten 5 Kilometern mühe dem Tempo meiner Gruppe zu folgen, und konnte sie ein wenig Bremsen. Die Darauf folgenden 5 Kilometer waren dann sehr mühsam für mich, da sich die Müdigkeit voll durchsetze und ich teilweise mühe hatte dabei (sprich irgendwie in der Formation) zu bleiben. Ich gab meinem Stellvertreter die Gruppenleitung ab und konzentrierte mich auf das Wesentliche… Hirn ausschalten und laufen. Als das Ende langsam In Sicht kam und die Schmerzen (ja ich habe mir einen schönen Satz Blasen angelaufen) zur Normalität gehörten, kam meine Motivation allmählich zurück.

In Dübendorf angekommen mussten wir unser Material schleunigst Putzen und uns für die Inspektion bereit machen. Parkdienst am Gepäck, Schuhen etc. Kurz Rasieren (wirklich nur kurz) und danach einstehen und versuchen nicht während dem Präsentieren einzuschlafen. Wir wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt und ich musste eine Entscheidungsfindungs-Übung (kurz EFU) machen. Die Müdigkeit verwandelte mein Ergebnis rein Visuell nicht wirklich in eine Meisterleistung. Der Major, welcher unsere Gruppe Inspizierte war aber von meiner Entscheidung und der geplanten Ausführung sehr angetan (und erwähnte dies auch in der Inspektion-Besprechung).

Nach der Inspektion konnten wir das Morgenessen einnehmen. Und unsere Übungsleitung hat da eine Deluxe Variante organisiert (inklusive gebratenem Speck und Rührei… Köstlich!) Danach durften wir endlich für ein paar Stunden schlafen gehen. Ich fiel sehr schnell in den Tiefschlaf und erwachte knappe 10 Minuten (also devinitiv zu spät) vor dem nächsten Termin. Egal es hat zeitlich knapp gepasst am Zielpunkt zu erscheinen.

Die Übung ITT hat mich persönlich an meine Grenzen gebracht und mir diese sehr klar aufgezeigt.

Am Abend wurden wir noch Informiert das die Fachgruppe Nachrichten und Wetter am nächsten Morgen bereits um 0600 melden müsse, weil wir die Übung “Veritas” absolvieren sollten. Diese Nachricht vermochte es nicht bei mir Freudentaumel und Glückshormone auszulösen.

Die Übung “Veritas” war ein Velo-Stern-Orientierungslauf (!) quer durch und um Dübendorf. Die Einzelarbeit bestritt ich mit einem Kameraden, der per Zufall immer die selben Posten zugewiesen bekam wie ich. Wir ergänzten uns sehr gut und schafften es sogar bei dem Posten auf dem Flugplatz nicht für Unruhe zu sorgen wie es andere Taten (Und danach vom Safety-Car aufgehalten wurden).

Am Freitag Nachmittag hatten wir noch Theorie über Verschiedene Netzwerke welche bei uns zum Einsatz kommen. Für mich persönlich war diese Theorie sehr interessant, jedoch schaltete das Relais bei anderen Kameraden sehr schnell auf Durchschaltmodus…

Am Freitag Abend hatten wir noch eine Materialkontrolle des Korpsmaterials und hatten danach Zeit unsere Unterkunft zu reinigen. Die meisten zogen es danach vor früh schlafen zu gehen.

Justice vs. Simian - We Are Your Friends

Wieder Sonntagabend und wieder etwas für die Gehörgänge!

Heute hab ich mir erlaubt den Mix Justice (welche wir ja bereits vom letzten Eintrag her ein bisschen kennen) und Simian auszulesen. Okay, wer jetzt nicht unbedingt ein Fan von elektronischer Musik ist wird wohl bei den Letzten beiden Clips nicht in Freudentränen ausgebrochen sein. Posten tue ich das Stückchen, weil es gestern nach dem Match Holland - Russland auf dem Bundesplatz gespielt wurde. Die Machart ist mal wieder aus der Abteilung Spezielle Ideen gekommen ;-)

Have Fun…

Euro 2008 und der Moonliner

Der jugendliche Tatendrang bringt es oftmals mit sich, dass man frühmorgens Irgendwo in der nähe der schönen Stadt Bern steht und plötzlich (meist nach 03.30) das dringende Gefühl verspürt die Heimreise anzutreten.

Im Sommer ist der Heimweg kurzerhand mit genügend Motivation zu Fuss absolvierbar. Für die unmotivierteren Zeiten steht als Alternative (Plan B) der Moonliner zur Verfügung. Meinen “Notfall-Fünfliber” hab ich meistens im Portemonaie, dass ich nicht komplett ausgebrannt vor den Toren des Gefährts hängen bleibe. Soweit so gut - das Moonlinerprozedere wird wohl den meisten bekannt sein.

Wenn jetzt jedoch ein Ereignis wie die EURO 2008 die Herrschaft über die alltäglichen Handlungen nimmt ändert sich so einiges. Neu kann man während der Euro 2008 mit den normalen Billetten rumfahren.

Hier einige Beispiele:

  • Libero-Abonnemente
  • Libero-Einzelbillette
  • Libero-Mehrfahrtenkarten
  • Generalabonnement GA
  • Bahnbillette, z.B. Thun – Bern retour oder Milano – Biel-Bienne
  • Gleis 7

Einerseits schön. Ich als Inhaber des Libero Abonnements geniesse diese Möglichkeit doch sehr. Jedoch stösst es mir sauer auf das man normalerweise 5 Stutz liegen lässt und plötzlich während der Euro 2008 das Libero brauchen kann. Von mir aus gesehen, will Bernmobil da einen auf “oh-we-are-so-friendly” machen und ändert die Gewohnheit während der Euro 2008 ein wenig ab (Bernmobil ist da in guter Gesellschaft mit einigen Anderen Dienstleistern, welche plötzlich viel Kundenfreundlicher sind seit in Bern die Fussballwütigen eingetroffen sind).

Liebe Bernmobil wieso haben wir das nicht schon immer so? Mich persönlich würde es Interessieren, wieso man plötzlich den Moonliner ermässigt anbieten kann und dieses Vorgehen früher nicht möglich war, obwohl jemand ein Libero, Halbtax und Gleis 7 oder ein GA besitzt. Und ich könnte Wetten, das nach der Euro der Alltag wieder einkehrt und von jedem 5 Franken abgeknöpft werden.

Naja item, was hält die Leserschaft davon? Findet Ihr das positiv?

Justice - D.A.N.C.E

Nachdem ich zum ersten mal bei Kai drüben von Justice gehört habe, fand ich kurze zeit später bei David Airey den Link zu einem Weiteren Video von Justice. Das Video ist sehr kreativ im Umgang mit T-Shirts, und man findet auch beim zweiten oder dritten hinschauen Effekte, welche man vorher verpasst hat.

Viel Spass!

FULW UOS 95-1 : Woche 7

Montag und Dienstag hatten wir wie gewohnt Technische Ausbildung. Wir zeichneten Krokis und lernten was beim erstellen zu beachten ist. Später wurde uns die Organisation eines Nachrichtenposten näher gebracht. Meine Güte, jeder der jetzt noch sagt ein Nachrichten FULWie sei jemand der es sich im Büro gemütlich macht und einen Schoggijob hat bekommt eine Nachilfelektion von mir persönlich spendiert ;-)

Am Mittwoch hatte ich einen Arzttermin in Bern und bekam vom ganzen geschehen in Dübendorf nicht viel mit. Vom Vorbefehl her war mir klar, dass der Mittwoch Nachmittag für die Vorbereitung einer Waffen und Gefechtstechnikdrillpiste genutzt werden musste. Diese Pisten wurden danach am Donnerstagnachmitag live durchgespielt.

Ich habe meinen Rückstand inpunkto Drillpiste versucht am Donnerstag Mittag auf ein gemässigtes Level zu bringen, da jeder in der Lage sein musste die Drillpiste vorzuzeigen und zu befehlen. Insgeheim hoffte ich, dass ich nicht an die Reihe kam.

Meine Stossgebete an eine höhere Instanz wurden wohl aufgrund der tief liegenden Wolkendecke nicht wirklich empfangen und ich hatte das Vergnügen mit praktisch 0-Plan die Piste zu befehlen. Das zeigte mir einmal mehr, wie wertvoll ein vollständiger Lektionenplan sein kann.

Fazit: Mehr Infos auf dem Lektionsplan und das Leben gestaltet sich sehr viel einfacher.

Diese Woche hatten wir wie bereits angekündigt den Ausgang nur auf dem Kasernenareal, jedoch konnten wir den Match in der umgebauten Turnhalle bewundern. Hier noch einmal ein grosses Danke an alle Beteiligten! Die Abdetachierten haben einen wirklich genialen Job gemacht.

Am Abend war plötzlich eine Aufruhr und einige Sattelten das Velo. Die Übung “Charlie Echo Romeo Victor Echo Lima Alpha Tango” wurde kurzerhand trotzdem Durchgeführt. Eigentlich wollte unser Stabsadjundant diese Übung verschieben, weil der Wetterbericht nicht so zuversichtlich war. Das Wetter hielt sich aber gut und wir verbrachten ein paar wirklich schöne Minuten im Wald bei dieser Übung.

Der Wochenabschluss gestaltete sich Funkig. Wir mussten unsere Kenntnisse und Fähigkeiten mit dem Funksystem SE-225 unter Beweis stellen. Der Parcours war sehr interessant und demzufolge auch aufschlussreich, da wir auch die Macken dieses Systems sehr schnell am eigenen Leibe spürten.

Und wieder ist das Wochenende für mich fast gelaufen und Woche 8 blickt mir entgegen. In dieser Woche steht vor allem unsere Abschlussübung “ITT” auf dem Plan. Und viele ungeklärte Fragen stehen im Raum:

Was wird geschehen? Wie hart wird die Übung wirklich sein? Werden wir überhaupt ein Auge schliessen können?

Es bleibt Spannend! Mehr dazu nächstes Wochenende.

Noch etwas: Ich möchte kurz in ein paar Worten jenen gedenken, welche letzte Woche bei dem Bootsunglück in Wimmis tödlich verunglückt sind.

Nachrichtenkarte

Nerd versus Real Life #3 - Multitasking

Informatiker Nerds sind Multitasker, ist klar ne? Folgedessen berherrschen Nerds auch die Fähigkeit während kleineren Aufgaben wie Wordpress Update eine Nebentätigkeit wie Kochen (mal abgesehen vom Fakt das Nerds nicht kochen können) abzuhandeln.

Früher an diesem Abend startete ich den Prozess essenmachen.sh und stellte eine Pfanne mit Wasser auf die Platte. Da jetzt aber die Zeitspanne bis das Wasser den Siedepunkt erreicht hat zu gross ist entschloss ich kurz nach oben zu gehen. Gesagt getan aus dem “kurz” wurde ein Wordpress Upgrade.

Später. Ich guck auf meinen Bildschirm - das Wordpress Update blubbert fröhlich vor sich hin. Ich denke, ich hole mir kurz was zu Trinken und gehe in die Küche. Urplötzlich merke ich , das sich der Prozess essenmachen.sh wohl leider noch Betastadium befindet und keine Rückmeldung gegeben hat das das Wasser bereits kochen würde. Jedenfalls das Wasser in der Pfanne ist zum Grossteil verdampft. Passiert ist glücklicherweise weiter nichts.

Schlussfolgerung: essenmachen.sh unbedingt mit Alarmen ausstatten ;-)

FULW UOS 95-1 : Woche 4 bis 6

Ja okay es war still in der letzten Zeit ich gebs ja zu. Das liegt einerseits daran, dass die Wochenende meistens zu kurz sind um sich noch gross etwas aus den Fingern zu Saugen ;-)

Woche 4

In der Woche 4 startete unsere Technische Ausbildung, auf dem Gebiet wo wir danach eingesetzt werden. Aufgrund meiner Einteilung, bin ich bei den Nachrichtensoldaten gelandet (sozusagen ein Aufklärer light Edition - stationär ;-) )

Am ersten Tag war auch schon eine Übung mit dem Namen Crepescule auf dem Plan. Man riet uns den Sackbefehl (welcher für die UOS Fachausbildung relativ gross ist) komplett dabei zu haben, es würde uns die Übung massiv erleichtern. Wie bereits aus den letzten Wochen Militär bekannt ist, fängt nach einem solchen Kommentar die Gerüchteküche massiv zu brodeln an. Von Radmarsch bis über Biwakieren war alles im Angebot. Die Übung stellte sich aber als Eintrittsmusterung heraus, wo wir verschiedene Posten anfuhren und danach Aufgaben zu Themengebieten wie Allgemeinwissen, Meteo-Kenntnisse, Geografie und Flugzeugerkennungsdienst lösten.

In dieser Woche hatten wir noch eine Funkübung, wo wir einen Morgen lang mit dem Funktotschläger aka Funkgerät quer über das Kasernenareal funkten.

Am ende der Woche mussten wir das gesamte Material, welches unsere Fachgruppe besitzt überprüfen und neu einräumen.

Während der Materialkontrolle hab ich auch noch gelernt was ein Drahtstift mit Flachkopf ist. Das ist nämlich die korrekte Bezeichnung für einen hundskomunen handelsüblichen Nagel. Man lernt eben doch nie aus!

Woche 5

Die fünfte Woche war geprägt durch Theorie und Praktische Anwendung von erlerntem. Beim Leitungsbau war das einerseits der Mastwurf-Parcours. Auf einer strecke liegt der Leitungsdraht bereit und die Pflöcke sind in den Boden geschlagen. Nun hat man 90 Sekunden Zeit möglichst weit zu kommen. 10 Mastwürfe sind Minimum um zu Erfüllen. Meinereiner hölt mit 21 Mastwürfen den Gruppenrekord. Ab 22 würde es zu einem “Hervorragend” reichen, aber so weit gehen wir mal nicht ;-) (Zugegeben es war verdammt knapp…)

In dieser Woche hatten wir noch den Flugzeugerkenungs-Test, welchen ich natürlich sauber verhauen habe. Die Nacharbeit war am Freitag 06.45 angesetzt, was ein früheres Aufstehen mit sich brachte. Henusude kann passieren.

Am Freitag wurde ausserordentlich noch eine grosse Material-Kontrolle (aka MatKo) angeordnet, weil bei der letzten selbständigen Material-Kontrolle nicht korrekt kontrolliert wurde. Henusude, kann passieren. Jetzt weiss jeder, was für Gegenstände fehlen.

Nach der Materialkontrolle brach ein Platzregen über Dübendorf herein. Und einige Spinner (da schliesse ich mich sogar mit ein) liessen es sich nicht nehmen in den strömenden Wassern einige Runden um die Kaserne zu sprinten. Soviel zum Thema “Das Kind im Manne”.

Woche 6

Die Woche 6 war wieder sehr abwechsungsreich (was nicht nur mit der regnerischen Wetterlage zusammen hing).

Am Montag lernten wir wie man von Hand eine Gefechtskarte zeichnet, und verunstalteten virtuell das Gebiet um Zürich mit Sprengungen, Luftlandungen, Gegner-Verschiebungen und Zerstörten Gebieten.

Am Mittwoch war Hochbau angesagt, doch bevor wir mit der Gabelstange begannen Leitungen in Bäume zu hängen stiegen wir mit den Steigeisen 3-5 Meter auf die Telefonmasten und lösten dort in der Höhe einen Flugzeugerkennungstest.

Am Nachmittag stand meine erste Lehrübung (also eine Übungslektion aus der Grundausbildung an, welche wir später unseren Rekruten halten müssen) auf dem Programm. Ich hatte eine der ersten Lektionen mit dem Sturmgewehr und versuchte mein Möglichstes. Als Note gab es ein Genügend, was für mich ein ziemlicher Motivationsdämpfer war, vor allem im Hinblick auf die angekündigte Übung Campus.

Nach dem Nachtessen und Vorbereiten für die Nachtübung fand ich mich bei unserem Materialmagazin ein um die bestellten Gegenstände für die Nachtübung zu holen. Der Magazin-Chef lachte als er mich alleine vor der Materialausgabe sah und meinte, dass ich da einige male laufen müsse bis alles am Zielort seie. Als ich die Liste sah war mir klar das ich meinen Auftrag nicht alleine erfüllen kann. Nach der Ausgabekontrolle war ich dafür verantwortlich, das das Material wieder komplett zurück kommt. Vom Warenwert her hätte es bestimmt für einen schönen Sportflitzer gereicht ;-)

Die Übung begann mit einer Lektion über Tarnen und Kämpfen in der Nacht. Danach mussten wir uns selbst Tarnen (Tarnschminke ahoi!) und verschoben danach mit dem Duro zu einem bekannt gegebenen Standort. Wie bereits einige male in dieser Woche regnete es. Grundziel war das Objekt für 12 Stunden zu Bewachen und die weitere Umgebung (800m um das Objekt) zu überwachen. Begonnen haben wir mit dem Begehen des Geländes und planen, wo die verschiedenen Wachposten platziert werden müssten. Um diese Arbeit zu erleichtern hatten wir ja diverse Spielzeuge wie zum Beispiel Restlichtverstärker und dergleichen zur Hand. Nachdem wir einen Plan und eine Lösung bereit hatten, brach die Übungsleitung die Übung ab. Wir mussten nicht draussen übernachten, da die Witterung zu schlecht war -> Gesunderhaltung der Truppe. Freude Herrschte auf der Rückfahrt ;-)

Nach einer Nachbesprechung der Übung ging es aber auch schon in richtung Bett zu dieser Zeit war es etwa 02:15 Uhr. Der nächste Morgen war allerdings schon zu früh wieder da und um 06:00 Uhr riss mich mein Wecker brutal aus dem Schlaf. Mein Ziel war es um 06:45 Uhr das Material wieder im Materialmagazin abzugeben. Wir waren zu zweit (Dank an Kamerad Corrodi) um diese Aufgabe zu erledigen, der Rest der Meute schlummerte noch friedlich vor sich hin. Später stiess noch Kamerad Fehr dazu, und half beim Rückschub. Alles war Komplett, bis auf ein Tarnstift welcher sich WDTW (Weis der Teufel wo) befand.

Kurz vor dem Mittag bemerkte ich, dass meine zweite Lehrübung nächsten Mittwoch im direkten Konflikt mit meinem Artzttermin in Bern steht. Ich meldete das, und meine Lektion wurde auf den Nachmittag vorverschoben. Dieses Vorgehen stand aber auch wieder im sehr direkten Konflikt mit meinem Lektionenvorbereitungsstand welcher sich auf einem Pegel von 10% fertig einpendelte - maximal! Meine Motivation war logischerweise nicht sonderlich hoch. Nach einem kurzen Zusammenschiss, konnte ich aushandeln, dass ich meine Lektion während den anderen Lektionen am Nachmittag vorbereiten durfte. Ich hielt später meine Lektion zum Thema “ABC Bereitschaftsgrad 1&2″ ab und erhielt eine gute Note, welche meine Motivation wieder langsam kommen lies. Am Abend hatten wir dann auch noch unseren letzten Ausgang, an welchem wir das Kasernenareal verlassen durften. Ab sofort wird das Rayon (sic!) für den Ausgang während der Ehm2008? UEFA EURO 2008 (TM) auf das Kasernenareal beschränkt. Dies fällt aber nicht so sehr ins Gewicht in Anbetracht der Lockerungen welche aufgrund dieser Massnahme getroffen wurden.

Am Freitag wurde uns am Antritts-Verlesen mitgeteilt, dass wir unsere Unterkunft bereits am Mittag sauber Putzen sollen. Unser Hauptmann hat ein Gesuch gestellt, das wir bereits am Freitagabend in unseren Wochenendurlaub dürfen, dass diese Massnahme natürlich sehr positiv aufgenommen wird war klar.

So endete die UOS Woche 6 bereits am Freitagabend und das Detachement “Federal” nahm das Abendessen im Bahnhof Zürich zu sich.

Bild zu Beitrag: FULW UOS 95-1 : Woche 4 bis 6

Keine Motivation…keine Zeit

Liebster Leser,

ich weiss dir dürstet nach neuen Erkenntnissen und Ereignissen aus meinem Leben. Und immer noch steht hier nicht viel neues aus den letzten zwei Wochen.

Keine Sorge, ich versuche nächstes Wochenende das Resumé zu schreiben, momentan hatte ich dazu schlichtweg keine Zeit und Motivation in die Tasten zu greifen. Andererseits könnte man auch sagen ich habe die Prioritäten anders gesetzt (Kino -> Iron Man [Prädikat: Empfehlenswert], Kollegen und Bahnhofplatz-Einweihung)  ;-)

Aber keine Sorge, nächstes Wochenende gibt es wieder wie gewohnt Neuigkeiten.

Ich wünsche unterdessen eine schöne Woche.