Lieber Leser, zu kurz ist die Zeit die mir an diesem Wochenende bleibt einen Einblick in die vergangenen Stunden der Woche 17 nieder zuschreiben.
Es ist goldrichtig, dass ich seit Beginn der Übung “Semper Sersum” wenig geschlafen habe und dieser Umstand am Wochenende vermehrt ausgeglichen wurde.
Was genau passiert ist werde ich nächstes Wochenende niederschreiben. All die Umstände, welche die Übungsleitung uns beschert hat welche von Chemiezwischenfällen bis zu Hubschrauberlandungen neben unserem Nachrichtenposten führen.
Einen Gruss richte ich von hier aus auch noch an die Redaktion unserer Übungsleitungs-Zeitung die Hot Luzerner News, welche sich hier hin und wieder ein bisschen Inspiration abholt.
In diesem Sinne: Semper fidelis (Stets treu, was die Kameradschaft betrifft) Semper paratus (Immer bereit, was den Auftrag betrifft) Semper vigilans (Immer Wachsam, was das Beobachten zu jeder Tag und Nachtzeit angeht) Semper sersum (Immer weiterführend, was die steigenden Anforderungen der Übung versinnbildlicht)
Es soll ja in der Schweiz die eine oder andere (in Zahlen 70’000) Internetsüchtige Person geben, das wird jedenfalls geschrieben. Und es passt ja wie die Faust aufs Auge, dass sich heute folgendes Ereignete.
Ich staunte nicht schlecht, als ich heute Abend plötzlich ein Connection Timeout hatte und sich langsam aber sicher jede Verbindung zum Internet verabschiedete. Kurz auf der Firewall nachgeschaut, jäso: “PPPoE Status: down – Reconnect?” Aber sicher doch! Leider bliebt der Reconnect erfolglos. Das Problem muss also tiefer liegen. Kurzer Blick auf die Bridge, welche mir die Brücke Zwischen Firewall und Telefonkabel schlägt. Kein ADSL Signal… wenns nichts schlimmeres ist? WAAAS – Wiso hab ich kein Signal mehr? Kurz den Telefonhörer ans Ohr genommen und auf die wohl klingenden 440 Herz gewartet… Stille im Hörer… Shit…
Nächste Station: Informieren, wir wollen ja nicht in Panik ausbrechen. Ich bin also auf dem Weg in die Küche um meinen Eltern die Information zu überbringen. Sie lachen und halten mir einen Brief der Swisscom unter die Nase. Als Titel: “Arbeitungen am Leitungsnetz”. Da wird mir aber einiges Klar!
Und ich werde bei so tiefgreifenden Aktionen nicht informiert, ein Skandal ;-)
Fakt ist, unsere Leitung ist heute ab 18:00 Uhr bis 23:59 Uhr tod. Und wie von der Swisscom angekündet wurde unsere Telefonleitung püntklich ab 18:00 Uhr abgeschaltet.
Die Verbandsausbildung (VBA) ist ja bekanntlicherweise die Zeit, in welcher das Gelernte aktiv (sozusagen “im Einsatz”) angewendet wird. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir am Montag ziemlich viel in die Kampfrucksäcke packten und oben drauf noch der Schlafsack geschnallt wurde. Übung “Real” wir kommen!
Die Übung “Real” hatte zum Ziel, dass jeder Nachrichten Zug seine Aufgabe einmal unter erschwerten Bedingungen und Zeitdruck durchspielt. Die Übung hatte insgesamt 3 Phasen in welchen die Züge abwechslungsweise Funk-Beobachtungsposten, Draht-Beobachtungsposten oder den Zentralenbetrieb übernahmen. Da wir in unserem Zug nur Soldaten für 2 Gruppen hatten konnte ich in der Phase 1 der Übung ein bisschen kürzer Treten und mich um das Rückwärtige für die nächsten Phasen kümmern (Zeitpläne, Ablösungspläne, Tagespicasso und ähnliches).
Aus Fehlern lernt man. Daher könnte man sagen, dass wir in der ersten Phase sehr viel gelernt haben!Zitat Fachausbildner
Es lief wahrlich nicht alles reibungslos in der ersten Phase. Jedoch lernt man immer dazu und man kann es in der Folgephase besser machen. In der zweiten Phase nahmen wir uns der Zentrale an. Und ich habe mich selbst zu 10 Stunden Zentrale verdonnert, da ich in der ersten Phase nicht viel gemacht habe und dies Ausgleichen wollte. Das Ergebnis war ein relativ wacher und zudem aufgedrehter (übermotiviert könnte man auch sagen) Wachtmeister am Mittwochmorgen ;-) Während der Übungsbesprechung wurde es teilweise ein bisschen lauter als gewohnt, da einige Herren in der Runde nicht begriffen hatten, wann man welche Fragen stellen sollte. Die Phase 2 war klar nicht Erfüllt (“NEF Miner Herre! NEF!!”).
Am Mittwoch startete die Phase 3 wo ich während der Übung erstmals richtig draussen im Feld eingesetzt wurde. Mit dem Ziel vor Augen alles besser zu machen gingen wir an unser Werk. Beobachtungsposten aufbauen, tarnen, Rückwärtiges aufbauen, Kochen etc. etc. es gibt zu tun und wir waren gut im Zeitplan.
Die Nacht war genial, jedenfalls wenn man uns aufklären musste. Vollmond, grösstenteils Wolkenlos und warm (ca. 17°C). Bei diesen Bedingungen machte es mir nicht viel aus ab und zu Kontrollen auf dem Beobachtungsposten zu machen. Als ich mir sicher war, dass alles funktioniert und die Sache rund läuft gönnte ich mir auch ein paar stunden Schlaf im Pikettraum unserer Unterkunft. Mein Ausflug ins Traumland währte aber nicht so lange, nach gefühlten 5 Minuten wurde ich geweckt. Die Kameradenwarnung hat angegeben, dass die Schulkommandantin unseren Posten inspizieren wollte. Dies war nichts neues, da des öftern mal ein Adjundant mitten in der Nacht als “Alptraum” getarnt bei uns vorbei schaute, und überprüfte ob alles funktioniert wie es soll.
Mit ein bisschen Zeitgefühl und Glück machte ich mich am frühen morgen auf den Weg zu unserem Beobachtungsstandort, wo auch schon die Schulkommandantin und unser Fachausbilder warteten und sichtlich überrascht waren, dass ich als Ehrengarde erscheine. Nach einem kleinen Rundgang meldeten sie sich ab und verschoben zu einem anderen Nachrichtenposten um auch diesen noch zu Inspizieren.
Fehler wurden in der letzten Phase fast keine gefunden, es klappte fast alles gut – Naja fast alles. Die Übungsleitung hatte es vergessen um 0400 die neuen Marschbereitschaftsgrade bekannt zu geben, was einige Verwirrung gab. Aber das war zum Glück: “Nicht Problem meiner Stufe” ;-) Streng genommen hätte ich erst um 1130 wieder bei der Zentrale sein müssen, da ich aus dem Standardbereitschaftsgrad 4 Stunden Vorlaufzeit haben muss. Bereitschaftsgrade sind manchmal etwas Schönes ;-)
Nach der Übung starteten wir damit, das Material zu Kontrollieren und uns für die Verlegung bereit zu machen. Danach winkte schon ein Ausgang, welchen ich zum Packen und schlafen zu nutzen vermochte.
Am Freitag wurde die Kaserne komplett geputzt und abgabefertig gemacht. Danach hiess es Urlaub bis Montagabend.
Ab Dienstagmorgen die Übung “Semper sersum” was etwa “Even onward -> Immer mehr/weiter” bedeutet. Grob gesagt geht es in dieser Übung um einen fiktiven Ernsteinsatz, es wird also spannend! Aber davon kann ich nächstes Wochenende mehr erzählen…
Directed and animated by Magnus Engsfors, shot by Martin Nordqvist
It was shot with one Canon EOS 5D and a single external ProFoto flash while I was hanging in two ropes stretched across the scene. Then some heavy masking and retouch in Photoshop before the layers was lined up in After Effects to add camera movement and particles and such things.
“Sie haben Urlaub bis Sonntag 12. Oktober 2340. 2340 ABV! Kompanie Ruhn! Schönes Wochenende!” Mit diesen Worten endete für mich die bis jetzt längste Zeit in der Kaserne. Aufgrund der Wochenendwache war ich geschlagene 2 Wochen “auf Platz”. Was mich anfänglich nicht gross störte, jedoch mit der zeit an meinen Nerven nagte (und das war bei weitem nicht das einzige was meine Nerven zu strapazieren vermochte).
Da wir am immer noch in der Truppenverifikation eingesetzt waren, hatten eine kurzverlegung in die Gegend von Flims/Laax. Die Verschiebung mit einem vollen Duro plus Anhänger war für einmal etwas ganz neues, da man aus der Kaserne raus kam und halt mal etwas anderes zu Gesicht bekommt. Der Duro hatte vor Flims (Flem) ziemlich zu kämpfen sodass der Fahrer den Geländegang zuschaltete und wir danach mit verminderter Geschwindigkeit (und umso mehr Lärmentwicklung) in richtung unseres Ziels tuckerten.
Angekommen am Platz galt es die Unterkunft zu beziehen und die ersten Arbeiten auszuführen. Da es aber schon relativ spät war gestaltete sich der Abend mit Abendessen, PD/ID und Ausgang. Am nächsten Tag ging es aber voll zur Sache. Da uns während dem Fassen des Materials aber einige Fehler unterlaufen waren standen wir mit ziemlich lädierten Akkus für die Funkgeräte und falschen Meldegeräten ziemlich im Schilf. Zudem kam auch noch, dass die Anlage nicht so ausgerüstet war wie wir uns das von unseren Übungsanlagen gewohnt sind. Es fehlte also an Akkus, Meldegeräten und einer kompletten Funkstation – “Darfs no öppis meh si?”.
Dank einigen kreativen Einfällen und ein bisschen Bastelei (McGuiver wäre stolz auf uns gewesen!) konnten wir mit der Anlage ein wenig verspätet online gehen und das System testen.
Die Zeit verging sehr schnell und wir verschoben nach einer gröberen Materialkontrolle und Verzögerung wegen einem fehlenden Schlüssel wieder zurück nach Dübendorf wo wir eigentlich den FAK Ausgang haben sollten. Jedoch wurde aus dem FAK Ausgang ein eher kürzeres Unterfangen. Der Nachrichten Zug 1 gesellte sich in die nahe gelegene Stamm-Ausschankstelle und gönnte sich ein zwei Biere (oder auch einen mehr oder weniger berüchtigten Springbock – Sambuca, Tabasco, Tequilla = Prost!)
Am Mittwoch stand die Übung “Bisikon” auf dem Programm wo zum zweiten mal nach dem Leitungsbaugelände Kloten über eine längere Distanz Leitungsbau betrieben wurde.
Der Donnerstag war durch Materialkontrollen und Umräumarbeiten in unserem Lehrgebäude geprägt. Ich stellte am Donnerstag Nachmittag bereits die Materiallisten für den Besuchertag am Samstag zusammen, was relativ zu tun gab. Bevor es in den PD/ID ging verluden wir das Material auf unseren Duro und verschoben zurück in die Kaserne wo wir den Wetterpeiler aufgrund der falschen Parkposition komplett einparkieren ;-)
Am Freitag starteten die lange ersehnten Aufbauarbeiten für den Besuchstag. Wir starteten am Morgen nach dem AV mit dem Tarnen unseres “Beobachtungsposten Draht” welcher in einem Holzturm eingerichtet wurde. Das Tarnen des Turms war relativ aufwändig und verschlang fast einen Halben Tag. Am Nachmittag wurde dann vom Schulkomando unser Bau inspiziert und einige Sachen in punkto Sicherheit korrigiert. So wurde unsere Aktion als gefährlich eingestuft (ab 18 Jahren und betreten auf eigene Verantwortung) und zudem wurde der Eingang verlegt.
Der Besuchstag verlief relativ angenehm und ruhig (was teilweise auch an Befehlen lag, welches einige Action-Elemente verhinderte). Zu unserem Beobachtungsposten verirrten sich nur wenige Leute was auch daran liegen könnte, dass 2 Duros als Sichtschutz vor unseren Eingang gestellt wurden. Normalerweise störe ich mich nicht an solchen Dingen, wenn etwas als zu gefährlich angesehen wird. Nach den Ereignissen um die Armee im Verlauf des letzten Jahres stehe ich natürlich auch für Sicherheit mit ein, jedoch kann ich mich nicht damit abfinden wenn man 3 Leute einen ganzen Tag arbeiten lässt und erst im letzten Moment die Handbremse zu ziehen versucht. Ich gerate als Gruppenführer danach schnell in Argumentationsnotstand, wenn ich meinen Unterstellten erklären muss wieso jetzt da zwei Duros unsere Ausstellung torpedieren. Die Motivation nach solch einer Aktion ist denkbar tief.
Wie jede RS hat auch die FULW RS 92-2 (unterdessen in der Verbandsausbildung – VBA auch bekannt unter Luftwaffen Nachrichten Kompanie 95) einen Besuchstag wo wir über den Platz defilieren und den Angehörigen zeigen was wir Nachrichteler, Wetterfrösche und Werkbetriebler im Militär eigentlich so machen. (Und natrlich suchen wir auch aktiv nach neuen Mitarbeitern für “die Firma” – Scherz bei Seite).
Hier das Grobprogramm. Datum: Samstag, 11. Oktober 2008
Programm:
ab 0830 – Einlass in Kaserne
0900 – Beginn Vorführungen / Demos etc.
1245 – Mittagessen (Anmeldung notwendig)
1330 – Hauptverlesen und Ende des Besuchstages
Anreise: Via Zug oder mittels PKW möglich (wir haben das Rollfeld vom Flugplatz als Parkplatz frei räumen lassen). Wer eine Landebewilligung erhält kann auch in LSZH oder LSMD mit dem Flugzeug landen.
@ Rouge, Habi, Kusito, Leu und BlgMdyBrn-Crew es hätt noch platz für euch ;-)
Lieber Leser auch wenn ich das Wochenende in der Kaserne verbringe kommst du nicht zu kurz mit der Abhandlung der Geschehnisse von Letzter Woche, wir wollen ja nicht nachlässig erscheinen.
Sind wir ehrlich, es sind die Kleinen Dinge die im Leben stören. Begonnen beim koffeinfreien Kaffee über fehlende oder verlegte Schlüssel, nicht pünktlich aufgezogene oder sogar fehlende Fahnen bis zu fehlenden Informationen und Unterlagen.
Aber beginnen wir doch wieder von vorne. Die Woche 14 war einerseits eine der chaotischsten (ich denke, dass ich das mit “gutem” Gewissen behaupten darf). Einerseits ist das Feld-Testverfahren für die neue Version unserer Nachrichtenzentrale angerollt und das gibt relativ viel zu Testen. Okay irgendwie vermisse ich (und das sage ich irgend ungern) die Hermes-Mässigen Testprotokolle oder etwas der gleichen, die ganze Testerei hat zwar Schema aber erscheint mir auf den ersten blick wie die Testverfahren die ich während dem 2ten Lehrjahr angewendet habe… Try and Try and Error then problably Retry ;-) Ich denke wir verstehen uns.
Wir waren die meiste Zeit damit beschäftigt Mobile und Fixe Beobachtungsposten aufzustellen. Dieser Tätigkeit gingen wir meist irgendwo um unser Lehrgebäude nach, da wir ja noch in der Fachausbildung waren und die “Echteinsätze” erst ab nächster Woche stattfinden.
Der Bau eines Beobachtungspostens liegt in der Obhut des Gruppenführers, und anfänglich klappte dies noch nicht bei jedem Ausführenden so reibungslos wie das der Fall sein sollte, aber aus Fehlern zieht man die Schlüsse und verbessert sich stets.
Diese Woche war nicht nur wegen der Testtätigkeit speziell, sondern auch weil unser Detachements Koch sein können unter Beweis stellen musste. Und ich war jedes Mal aufs Neue überrascht was er uns aufgetischt hat… es war köstlich (und trotzdem konnte er seine Leistung am letzten Tag mit einem Dessert noch einmal übertreffen). Danke nochmal an den Det Koch!
Der Donnerstag bildete für viele einen Meilenstein. Die Beförderung vom Rekruten zum Soldaten. Wie Beförderungsfeiern normalerweise aufgebaut sind, enthalten sie wie auch schon bei meiner Beförderung zum Soldaten etwas Kulturelles, was die Verschiebung zum Morgartendenkmal nach sich zog. Was an diesem Ort passierte wurde uns von unserem Zugführer in einer kurzen und teilweise nicht sehr ernst gemeinten Ansprache näher gebracht. Danach verschoben wir in die nähe eines Schiessplatzes (welchen wir bereits von der Schiessübung Difesa kannten) und marschierten über einen Hügel in das dahinter gelegene Einsiedeln ein.
Nachdem man sich kurz retablieren konnte, standen eine Tonbildschau um das Kloster Einsiedeln und ein Allgemeinwissenstest auf dem Programm. Die Tonbildschau war sehr interessant und von den Fotos her spitze, was mich aber nicht daran hinderte ein bisschen mehr in mich zu gehen und mich zu “hinterfragen”.
Im halbdunkel gewordenen Hof des Klosters mussten wir danach mit Béret und Regenschutz bewaffnet für kurze Zeit stramm stehen und die Rekruten wurden auf einen Schlag innerhalb wenigen Sekunden zum Grad des Soldaten befördert. Sehr schlicht aber effektiv ;-)
Danach wurden die Soldatenstrichlein in Stellung gebracht und das Apèro genossen (was unser Zug aufgrund der leicht gereizten Reaktion seitens der Küchenfront wohl zu innig tat). Nach dem Apèro wurden noch die “Sieger” des Allgemeinwissenstests bekannt gegeben und das Abendessen aus der Gamelle eingenommen.
Später verschoben wir mit dem Lastwagen wieder zurück nach Dübendorf; retablierten uns wie gewohnt um danach mehr oder weniger gut gelaunt ins Bett zu liegen.
Gemäss Dienstreglement Artikel 62 Abs. 1 war die Feier sicherlich schlicht gehalten aber aus meiner Sicht alles andere als würdig. Ich verlange nicht, dass jeder Soldat einzeln befördert wird, jedoch hätte man irgendwie organisieren können die Beförderung in der hellen und überaus schönen Kirche des Klosters durchzuführen als im dunklen Nass des klösterlichen Innenhofs. Es machte auf mich einfach einen improvisierten Eindruck, welcher den Leistungen der letzten Wochen von der Seite der Rekruten nicht wirklich Rechnung Trug. Aber das ist wohl einfach meine subjektive Empfindung. Es sind halt Details, die den Eindruck des Gesamten ausmachen.
Aber gehen wir weg vom negativen. Ich habe meine Haare geschnitten! Okay das interessiert wohl kaum jemanden und ist auch nichts spezielles da dies tagtäglich tausende Menschen tun. Ich entschied mich jedoch für die “radikal” Variante: Haarschneidemaschine ohne Aufsatz.
Das die Soldaten im Zimmer 105 (die Soldaten werden aufgrund der Redaktionellen Geheimhaltung nicht genannt), vor der Beförderung ebenfalls den Militärschnitt 87 anwendeten freute mich sehr. Wir tragen die Haare nun wie es sich gehört militärisch: “lang”, offen und im Wind wehend ;-)
Als die Kompanie am Samstagmorgen neu geordnet für die Verbandsausbildung ins Wochenende entlassen wurde, stehe ich mit der KC-Armbinde bewaffnet bei unserer Zutrittskontrolle und schaue zu wie die Soldaten langsam in der Morgendämmerung richtung Bahnhof davon ziehen.
Richtig, ich bleibe übers Wochenende in der TRK als Wachtkommandant, hier auf dem Platz um für Recht und Ordnung während dem Wochenende zu sorgen. Nicht ich alleine sondern 9 Soldaten, 1 Wachtmeister (alter ego) und ein Leutnant.
Inzwischen haben wir den Grossteil des Wochenendes (mehr oder weniger gut) hinter uns gebracht. Bis auf kleinere Zwischenfälle (die einen 6.5er nach sich zogen) hatten wir ein gutes wenn auch teilweise kaltes Wochenende hier in Dübendorf.