Pimp my Natel
iPhone war gestern! Die wirklich protzigen edlen Handys hat E360 in einem Beitrag zusammengetragen. Ob Titan oder Karbon-Gehäuse von Porsche über TAG Heuer bis zu Ferrari ist alles vertreten.
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Seit längerem habe ich folgende Idee. Wenn ich in Zürich bin nach Bern fahre besteht rein theoretisch die Möglichkeit, dass jemand den ich kenne auch mit diesem Zug fährt und man ein kleines Schwätzchen während dem Zugfahren nicht verübeln kann. Das Problem ist, dass man mit diesem Menschen nicht in Kontakt treten kann weil man diese rein zufälligen Treffen nicht arrangieren kann. Ausser man würde zum Beispiel das gesamte Telefonbuch mit einem SMS à la “Wer ist auf dem Zug von Zürich nach Bern?” zuspammen. Theoretisch machbar praktisch nicht wirklich brauchbar.
Ich habe danach einmal versucht das via dem Microblogging Dienst Twitter anzustossen. Leider Fehlanzeige, der Dienst würde sich zwar eignen, es ist aber zu umständlich und zu undynamisch.
Jetzt kommt aber Google mit dem Service Google Latitude ins Spiel. Das es möglich ist auf dem I-Phone eine Standort Bestimmung zu machen war mir bereits bewusst. Wenn ich jetzt aber Google Maps auf meinem Smartphone installiere und ein bisschen GPRS Traffic gestatte, kann ich auf einem Windows Basierten Gerät das gleiche erreichen (und noch mehr).
Eigentlich erstaunlich, dass eine amerikanische Firma die Fähigkeit besitzt den Standort meines Mobiltelefons auf 700 Meter genau zu bestimmen.Quelle: dasrecht@Twitter
Sobald ich mich an den Google Latidude Service anmelde kann ich meinen Kollegen welche den Dienst auch am laufen haben mitteilen wo ich bin (Nerds steigen jetzt auf die Stühle und schreien/Datenschützer tun das gleiche aber aus anderen Beweggründen). Ich denke nicht, dass es notwendig ist zu sagen, dass das natürlich near Real-Time, ohne Konfigurationsgebastel und mit super Kartenmaterial von statten geht. Die Genauigkeit der Standortbestimmung schwankt zwischen 700 Meter und 2.4 Kilometer. Aber meist ist man mit 700 Meter sehr genau eingepeilt.
Das Technik-Freaks dieses Feature bereits eifrig nutzen ist klar. Jedoch sollte man noch an die Datenschutzaspekte denken, und auch hier hat Google sehr weit gedacht. Man wird nicht automatisch “Stalkbar” sobald man sich beim Dienst anmeldet. Es ist möglich die Datenschutzbestimmungen zu setzen das man den eigenen Standort fix auf einen Punkt legt und manuell aktualisiert, den Standort automatisch eintragen lässt oder den Standort komplett vor seinen Freunden verbirgt. Das Feature wird auch nicht einfach allen Kontakten freigegeben jeder Kontakt muss manuell autorisiert werden.
Rein “Sichtbarkeitsmässig” ist man also auf der sicheren Seite, dass jeder nur soviel sieht wie er sehen soll. Was jedoch Google mit den Positionsdaten genau anfängt ist offen.

Da der Wiederholungskurs von Donnerstag bis Mittwoch verläuft dauert dieser nicht wie gewohnt 3 Wochen sondern deren 4. Wobei dies auch nur “gefühlte” 4 Wochen sind, die Anzahl geleisteter Diensttage ist identisch mit einem Montag-Freitag WK ;-)
Da mein Rollendes Wochenende bis Dienstag 1200 Uhr dauerte rückte ich also etwa noch für gut 24 Stunden Militärdienst ein. Diesmal aber wieder im Raum Fribourg, was mir rein vom Anfahrtsweg im Vergleich zum Südtessin um ein vielfaches besser gefällt.
Die 24 Stunden waren geprägt durch:
Wiederholungskurs I erfolgreich abgeschlossen!
Rückblickend könnte es keine bessere Kompanie für den ersten WK gegeben haben. Der Geist der Kompanie 64 unterscheidet sich ganz klar von den reinen Deutschschweizerkompanien. Es soll je bekanntlich Leute geben die mit dem “Savoir-Vivre” der Romands mühe haben (Aber das wäre wieder eine Röstigraben-Grundsatz-Diskussion). Nachdem man die sprachlichen Hürden abgebaut oder eher umschifft waren funktionierte es sehr gut. Es gab schöne Momente wie zum Beispiel das gute Wetter im Tessin oder der Umgang und die Stimmung in der Kompanie aber auch eher mühsame wie 4 Tage Ausbildung in der Kälte oder das Debakel mit unserem Einsatz für die Wetterabteilung.

Wie bereits geschildert rückte ich und 22 andere Kameraden der Kompanie 64 am Sonntagabend statt in Fribourg im Raum Olten ein. Mit vielen Unklarheiten warteten wir bis 2200 Uhr am Bahnhof wo auch bald der Hauptmann der Wetterkompanie auftauchte und uns in einen Camion verlud der uns zur Unterkunft brachte.
Nach dem deponieren des Materials hatten wir eine Theorie wie die nächsten Tage ablaufen würden. Sehr neu dabei war das unser Detachement in die ganze Schweiz verteilt werden soll (unter anderem Basel-Land und Süd-Tessin). Die Theorie sollte eigentlich offene Fragen klären, warf aber mit jeder weiteren Folie weitere Fragen auf. Jedoch wurde die Dankbarkeit für unseren Spezial-Einsatz mehrmals Unterstrichen. Henusode später wurde klar, dass ich am nächsten Tag um 0800 mit meinem Detachement ins Süd-Tessin gehen werde. Auf die Fragen, wie lange unser Engagement für die Wetterkompanie dauern soll und wie die das Wochenende geregelt ist erhielt man keine brauchbaren Antworten. Später beschlossen wir einmal über die Sache zu schlafen, da man um 2350 Uhr sowieso keine erfolgreichen Informationsversuche starten kann.
Als dann am nächsten Tag unser Fahrer aus Fribourg mit dem Material des Detachements bei uns eintraf befahl der dort zuständige Kadi dem Fahrer da zu bleiben (was irgendwie speziell ist da unser Fahrer 1. Nicht dem besagten Kadi unterstellt ist und 2. Anderweitig für unsere Kompanie gebraucht wurde). Nach dieser Aktion hatte ich schon ein eher ungutes Gefühl der Organisationskunst.
Die Zeit verstrich und es wurde etwa 1000 Uhr bis wir einen Fahrer erhielten und unser Gepäck verluden und zum Rückwärtigen der Wetterkompanie zu fahren. Dort stellte sich mir der Kadi vor und wir hatten eine kurze Befehlsausgabe für unser Engagement. Offene Fragen wurden geklärt andere blieben weiterhin offen (wie zum Beispiel bis wann wir für die Wetterkompanie dienen). Für den dort anwesenden Kommandanten war klar, das wir ein rollendes Wochenende durchführen und unser Engagement bis am nächsten Dienstag 1200 Uhr dauern sollte, was in Anbetracht der WEMA und unserem WK Ende am Mittwoch irgendwie nicht aufgehen konnte. Eine telefonische Rückfrage beim Kommandanten der Nachrichtenkompanie brachte andere Resultate welche ich beim Wetterkadi einbrachte (das etwas Organisatorisches im beachtlich langen Dienstweg zwischen Nachrichten Kompanie 64 und Wetter Kompanie 72/73 nicht stimmen konnte bestätigte sich einmal mehr). Dieser Herr, welcher eine beeindruckend gute Auffassungs- und Planungsgabe bei der Befehlsausgabe bewies stieg nach meinen Informationen an die Decke und bemühte sich seiner Stabsmitglieder. Für mich war jedenfalls nicht eindeutig klar wem ich jetzt direkt unterstellt war und daher beschloss ich mich, nach einigen Telefonaten und Diskussionen, nicht länger bei dem Boss Sandwich mit zu mischen und informierte, dass ich jetzt einmal gar nichts unternehmen werde bis sich die Problemsituation auf dem Dienstweg (a d Dw) klärt. Wenn ich meine Aktion auf der Risikomanagement-Karte platziere lande ich im knallroten Bereich was normalerweise in die Kategorie “You should not even think about it!” abgelegt wird.
Der Hauptmann sichtlich nicht erfreut ab meiner Reaktion bemühte sich alsdann eines Formulars 6.005er an seine Stabsstelle. Ich wurde kurze Zeit später mit den mittelmässig-freundlichen Worten “i würd chli gas gä” zum Oberstleutnant zitiert.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde klar Führungsschichten nicht mehr vom gleichen zu reden scheinen und sich der Tag eher mühsam gestalten wird.
Nach der Unterredung mit dem Oberstleutnant – welcher das Problem anhörte - stand fest, dass wir via Befehl direkt der Wetterkompanie unterstellt sind und finito. Rollendes Wochenende wird durchgezogen und wir unterstehen der Wetter Abteilung bis am Dienstag 1200.
Spätestens nach dieser Unterredung hatte ich mein Pulver verschossen und musste klein bei geben, der Oberstleutnant und der Hauptmann informierten meine Gruppe. Ich entliess danach zwei Soldaten ins Wochenende und verschob mit Sack und Pack ins Süd-Tessin.
Der Rest der Woche im Tessin gestaltete sich relativ angenehm. 6 Personen waren immer Anwesend und schoben in 6 Stunden-Ablösungen Wache und Führten das KP des Wetterzuges und zwei konnten das rollende Wochenende geniessen (wobei im Tessin das schönere Wetter vorherrschte).
Da man im Militär immer irgendwie jemanden kennt, traf ich Wachtmeister Hähni im Tessin an was den Aufenthalt zeitweise sehr aufheiterte.
Am Sonntag wurde der Standort im Süd-Tessin aufgehoben und ich durfte zusammen mit einem Kameraden mein wohlverdientes Wochenende antreten. Den Rest meiner Gruppe überlies ich meinem Stellvertreter (mit einem getrübten Gefühl, da ich der ganzen Sache inpunkto Organistation immer noch nicht ganz traute).

Oft sehen wir zu einem Artikel in der Zeitung ein Bild und damit hat es sich. Die Redaktion vom Boston Globe geht mit der Kategorie “The Big Picture” einen Schritt weiter. Eine Zusammenstellung von 20-30 Bildern erzählen die Geschichten aus dem Gaza Streifen oder lassen die Landschaft um die Dakar Rally für sich sprechen. Ganz neu ist jedoch die wirklich sehenswerte Bildserie von “London from Above”.
Das wir in der Tagespresse nur einen Bruchteil des wirklich geschehenen Erfahren (und wir uns unbewusst extrem von Bildern beeinflussen lassen) wird einem spätestens bewusst wenn in den Bildserien einzelne Bilder mit dem Vermerk “This image contains graphic or objectionable content” deaktiviert sind. Dahinter verstecken sich meist Bilder die wir in der Tagespresse nie zu Gesicht bekommen da diese Bilder zu “hart” sind für die Tagespresse.
Alles in allem ist The Big Picture einfach ein Must-Have im Feedreader.


Der Schnee war dank den nächtlichen Schneefällen sehr powderig und ich konnte endlich meinen gewonnen 1-Tages Skipass einlösen. Über das Wetter muss man keine Worte verlieren dafür gibt es ein Bild als Referenz. Auch wenn das Skifahren oder Snowboarden bei prekären Sichtverhältnissen eher der Blindflugakrobatik als dem Wintersport glich hat es Spass gemacht.
Für die Wetterleute und Nachrichteler unter den Lesern halte ich den Post kurz und setze zum Schluss eine Speci-Meldung ab: SPECI 9 9– 92 — 000 52 — 7
Es ist doch schon eine Weile her, als ich einen “Track der Woche” gepostet habe.
Mein momentaner Ohrwurm kommt von der französischen Crossover-Band Silmarils und trägt den Titel “On n’est pas comme ca”.
Servez-vous!
Merke: Wer erst am Donnerstag seine Arbeitswoche “beginnt” steht plötzlich sehr überrascht vor dem Wochenende.
Diejenigen die bereits darauf brennen meinen WK-Bericht zu lesen muss ich aufs Wochenende vertrösten. Den Bericht werde ich am Wochenende noch fertig schreiben. Es ist viel passiert… positives sowie negatives aber auch fragliches.
Bis dahin wünsche ich mal einen guten Start ins Wochenende!
