Archiv für die Kategorie : Militär
30. August 2009 ·
Für mich war es zum ersten mal soweit, ich musste das Obligatorische Schiessprogramm absolvieren. Da ich im Gegensatz zu vielen anderen erst spät auf die Idee kam, das Obligatorische zu schiessen wurde dies letzte Woche noch nachgeholt. Aber nein es durfte nicht ein einfaches “Mir gö ga Chäpsle” sein sondern musste militärgetreu einen wohlklingenden Übungsnahmen erhalten. So wurde die Übung Lead-Hill 09 mittels Fünfpunktebefehl (das ist jetzt gelogen) aus dem Boden gestampft ;-)
Gesagt, getan: Übung umgesetzt! Bei mir hat es mit 2 Probeschüssen ziemlich gut geklappt und ich habe mit 68 Punkten sogar die Anerkennungskarte erhalten. Die 68 Punkte scheinen ziemlich im Blogger-Durchschnitt zu liegen da Christian ebenfalls diese Punktzahl geschossen hat. Bei meinen Mitstreitern waren die Resultate eher durchmischt, ob das jetzt an der Motivation oder an der beigebrachten Schiessausbildung in der RS liegen mag lasse ich offen.
18. Februar 2009 ·
Da der Wiederholungskurs von Donnerstag bis Mittwoch verläuft dauert dieser nicht wie gewohnt 3 Wochen sondern deren 4. Wobei dies auch nur “gefühlte” 4 Wochen sind, die Anzahl geleisteter Diensttage ist identisch mit einem Montag-Freitag WK ;-)
Da mein Rollendes Wochenende bis Dienstag 1200 Uhr dauerte rückte ich also etwa noch für gut 24 Stunden Militärdienst ein. Diesmal aber wieder im Raum Fribourg, was mir rein vom Anfahrtsweg im Vergleich zum Südtessin um ein vielfaches besser gefällt.
Die 24 Stunden waren geprägt durch:
- Material Abgabe im Materialmagazin
- Material Bündeln für die Rückgabe im Zeughaus
- Material Rückschub ins Zeughaus
- einem spitze Kompanieabend (Surplus)
- Unterkunft Putzen und Abgeben
- Warten
- and last but not least: dem Abtreten
Wiederholungskurs I erfolgreich abgeschlossen!
Rückblickend könnte es keine bessere Kompanie für den ersten WK gegeben haben. Der Geist der Kompanie 64 unterscheidet sich ganz klar von den reinen Deutschschweizerkompanien. Es soll je bekanntlich Leute geben die mit dem “Savoir-Vivre” der Romands mühe haben (Aber das wäre wieder eine Röstigraben-Grundsatz-Diskussion). Nachdem man die sprachlichen Hürden abgebaut oder eher umschifft waren funktionierte es sehr gut. Es gab schöne Momente wie zum Beispiel das gute Wetter im Tessin oder der Umgang und die Stimmung in der Kompanie aber auch eher mühsame wie 4 Tage Ausbildung in der Kälte oder das Debakel mit unserem Einsatz für die Wetterabteilung.

18. Februar 2009 ·
Wie bereits geschildert rückte ich und 22 andere Kameraden der Kompanie 64 am Sonntagabend statt in Fribourg im Raum Olten ein. Mit vielen Unklarheiten warteten wir bis 2200 Uhr am Bahnhof wo auch bald der Hauptmann der Wetterkompanie auftauchte und uns in einen Camion verlud der uns zur Unterkunft brachte.
Nach dem deponieren des Materials hatten wir eine Theorie wie die nächsten Tage ablaufen würden. Sehr neu dabei war das unser Detachement in die ganze Schweiz verteilt werden soll (unter anderem Basel-Land und Süd-Tessin). Die Theorie sollte eigentlich offene Fragen klären, warf aber mit jeder weiteren Folie weitere Fragen auf. Jedoch wurde die Dankbarkeit für unseren Spezial-Einsatz mehrmals Unterstrichen. Henusode später wurde klar, dass ich am nächsten Tag um 0800 mit meinem Detachement ins Süd-Tessin gehen werde. Auf die Fragen, wie lange unser Engagement für die Wetterkompanie dauern soll und wie die das Wochenende geregelt ist erhielt man keine brauchbaren Antworten. Später beschlossen wir einmal über die Sache zu schlafen, da man um 2350 Uhr sowieso keine erfolgreichen Informationsversuche starten kann.
Als dann am nächsten Tag unser Fahrer aus Fribourg mit dem Material des Detachements bei uns eintraf befahl der dort zuständige Kadi dem Fahrer da zu bleiben (was irgendwie speziell ist da unser Fahrer 1. Nicht dem besagten Kadi unterstellt ist und 2. Anderweitig für unsere Kompanie gebraucht wurde). Nach dieser Aktion hatte ich schon ein eher ungutes Gefühl der Organisationskunst.
Die Zeit verstrich und es wurde etwa 1000 Uhr bis wir einen Fahrer erhielten und unser Gepäck verluden und zum Rückwärtigen der Wetterkompanie zu fahren. Dort stellte sich mir der Kadi vor und wir hatten eine kurze Befehlsausgabe für unser Engagement. Offene Fragen wurden geklärt andere blieben weiterhin offen (wie zum Beispiel bis wann wir für die Wetterkompanie dienen). Für den dort anwesenden Kommandanten war klar, das wir ein rollendes Wochenende durchführen und unser Engagement bis am nächsten Dienstag 1200 Uhr dauern sollte, was in Anbetracht der WEMA und unserem WK Ende am Mittwoch irgendwie nicht aufgehen konnte. Eine telefonische Rückfrage beim Kommandanten der Nachrichtenkompanie brachte andere Resultate welche ich beim Wetterkadi einbrachte (das etwas Organisatorisches im beachtlich langen Dienstweg zwischen Nachrichten Kompanie 64 und Wetter Kompanie 72/73 nicht stimmen konnte bestätigte sich einmal mehr). Dieser Herr, welcher eine beeindruckend gute Auffassungs- und Planungsgabe bei der Befehlsausgabe bewies stieg nach meinen Informationen an die Decke und bemühte sich seiner Stabsmitglieder. Für mich war jedenfalls nicht eindeutig klar wem ich jetzt direkt unterstellt war und daher beschloss ich mich, nach einigen Telefonaten und Diskussionen, nicht länger bei dem Boss Sandwich mit zu mischen und informierte, dass ich jetzt einmal gar nichts unternehmen werde bis sich die Problemsituation auf dem Dienstweg (a d Dw) klärt. Wenn ich meine Aktion auf der Risikomanagement-Karte platziere lande ich im knallroten Bereich was normalerweise in die Kategorie “You should not even think about it!” abgelegt wird.
Der Hauptmann sichtlich nicht erfreut ab meiner Reaktion bemühte sich alsdann eines Formulars 6.005er an seine Stabsstelle. Ich wurde kurze Zeit später mit den mittelmässig-freundlichen Worten “i würd chli gas gä” zum Oberstleutnant zitiert.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde klar Führungsschichten nicht mehr vom gleichen zu reden scheinen und sich der Tag eher mühsam gestalten wird.
Nach der Unterredung mit dem Oberstleutnant – welcher das Problem anhörte - stand fest, dass wir via Befehl direkt der Wetterkompanie unterstellt sind und finito. Rollendes Wochenende wird durchgezogen und wir unterstehen der Wetter Abteilung bis am Dienstag 1200.
Spätestens nach dieser Unterredung hatte ich mein Pulver verschossen und musste klein bei geben, der Oberstleutnant und der Hauptmann informierten meine Gruppe. Ich entliess danach zwei Soldaten ins Wochenende und verschob mit Sack und Pack ins Süd-Tessin.
Der Rest der Woche im Tessin gestaltete sich relativ angenehm. 6 Personen waren immer Anwesend und schoben in 6 Stunden-Ablösungen Wache und Führten das KP des Wetterzuges und zwei konnten das rollende Wochenende geniessen (wobei im Tessin das schönere Wetter vorherrschte).
Da man im Militär immer irgendwie jemanden kennt, traf ich Wachtmeister Hähni im Tessin an was den Aufenthalt zeitweise sehr aufheiterte.
Am Sonntag wurde der Standort im Süd-Tessin aufgehoben und ich durfte zusammen mit einem Kameraden mein wohlverdientes Wochenende antreten. Den Rest meiner Gruppe überlies ich meinem Stellvertreter (mit einem getrübten Gefühl, da ich der ganzen Sache inpunkto Organistation immer noch nicht ganz traute).

27. Januar 2009 ·
Die erste komplette Woche WK ist nun auch schon vorbei. Wie bereits am Freitag vergangenen war ich von Montag bis Mittwoch bei der Wachtdienst-Ausbildung eingesetzt. Das Schiessen eine Outdoor-Aktivität ist erklärt sich von selbst. Das es weniger erfreulich ist bei Regen, Schnee und Wind auf dem Schiessplatz “Montagne de Lussy” zu stehen ist auch relativ Selbsterklärend.
Item wir haben die Schiessprogramme absolviert und den Soldaten und Gefreiten das Riegeln, Zerlegen und Montieren der Waffe wieder einmal näher gebracht.
Das wir unsere Arbeit gut gemacht haben zeigte sich in der Inspektion welche am Donnerstag Morgen über die Bühne ging. Nach einem Theorietest absolvierte das Detachement in dem ich war die Posten Sanitätsdienst, ABC-Schutzdienst (jaja “Ceeeee ALAAARM!”) und schlussendlich Waffenkenntnisse.
Die Inspektion verlief ungewohnt angenehm und wir Schnitten mit einem “Gut” ab. Bester Bereich war nebst der Inspektion des Feldweibels und des Fouriers das Sturmgewehr welches mit einer Note 4 (=Gut) abschnitt.
Ich empfand die Inspektion eher als “locker” (abgesehen von der Kälte) im Vergleich zu den Inspektionen in der RS.
Am Nachmittag stand die Übung “Pays de Fribourg” auf dem Plan. Für die Übung wurden mehrere Szenarien vorbereitet um sich auf die Witterung einzustellen. Wir führen die Variante “E” aus… Welche einen “Marsch” (Spaziergang trifft eher zu) durch die wunderschön verschneite Landschaft entlang der Saane / “la sarine” beinhaltete. Für die Allgemeinbildung stand danach der Besuch in der Kehrichtverbrennungsanlage SAIDEF auf dem Plan was ebenfalls sehr interessant war.
Am Abend hatten wir den fakultativen Ausgang, welche das Kader zusammen genoss ;-) Details gibt es nicht, wir genossen ein gutes Stück Fleisch zu einem oder mehreren gläsern sehr gutem Rotwein (auch bekannt unter “le sang de la compagnie”).
Am Freitag bauten wir die Nachrichtenzentrale auf und machten verschiedene Verbindungstests mit der abgesetzten Funkantenne. Läuft alles Tiptop ;-)
Generell fühle ich mich in der Romands-Kompanie sehr wohl. Das Ausgeprägte “Savoir-Vivre” welches den französischen Kompanien vorauseilt kann man durchaus geniessen. Die Sprachlichen hürden zeigen sich jedoch sehr schnell bei der Ausbildung, man studiert plötzlich lange an den Abkürzungen herum und kommt nicht wirklich auf einen grünen Zweig. Der oftgepredigte Röstigraben ist im Dienst praktisch inexistent. Die Soldaten sehen, dass wir uns mühe geben mit dem französisch (inklusive Einsatz von Armen und Beinen zur Verständigung) und versuchen dasselbe auch mit der deutschen Landessprache.
Going Charlie…
Am Mittag zeichnete sich jedoch schon die erste Änderung im Plan ab. Eine fürs WEF aufgebotene Kompanie hat zu wenig Personal um während dem WEF komplett einsatzfähig zu sein. Da wir in der Kompanie 64 als Reserve funktionieren rücke ich am Sonntagabend nicht ins Fribourgische ein sondern bewege mich in Richtung Olten. Wie es da weiter geht ist noch unklar…

18. Januar 2009 ·
Mein erster Wiederholungskurs fällt ein bisschen spezieller aus als dies scheinbar üblich ist (mangels WK erfahrungen kann ich da nichts dazu sagen).
Vor dem Kadervorkurs besuchte ich 2 Tage lang einen Umschulungskurs (UK). Die Unterkunft war in der Kaserne Auenfeld und die Technische Ausbildung am neuen System genossen wir in den bereits sehr bekannten Räumlichkeiten in Dübendorf. Für den neusten Jahrgang welcher im November fertig wurde war nicht viel neues. Aber es tat gut sich einmal wieder mit der Materie auseinander zu setzen, da man in 6 Wochen doch einige signifikante Details verdrängt vergisst.
In der Kaserne Dübendorf trafen während dem Mittagessen unsere Kameraden an, welche mit uns die Unteroffizierschule absolvierten und nun ihren Leutnands-Grad abverdienen.
Nach den Beiden Tagen hiess es auch schon: “Sie haben Urlaub bis Montag gemäss befohlener Zeit”.
Am Montag rückte ich mit kompletter Ausrüstung wieder in Frauenfeld ein um den zentralisierten Kadervorkurs (KVK) mit Wachtdienstrepetition, Risk-Management und Personenfestnahme zu absolvieren.
Am Dienstagabend verschoben wir zu unserer Unterkunft im Raum Fribourg. Wir teilten die Ausbildungslektionen auf und hatten danach AVOR Zeit. Die AVOR Zeit wurde am Mittwoch durch Repetitionen in den Bereichen Funksystem und ABC-Theorie unterbrochen, wirklich bahnbrechend neues lernte man dabei nicht. Jedoch merkte man, dass die Nachrichten Abteilung der Luftwaffe in den letzten Jahren einen Wandel durchgemacht hat, was den Betrieb und Aufbau betrifft. Früher ging man ganz anders an die Lösung des Auftrags als wir im letzten Jahr ausgebildet wurden.
Am Donnerstg ging es wieder nach Frauenfeld an die Fahnenübergabe. Der Geist unserer Kompanie zeigte sich hier sehr deutlich. Während die anderen Kompanien “in Zähnerkollone! SAMMELN!” gesammelt wurde (was einiges an Gelächter nach sich zog), reichte ein “Mir-Nach Marsch und Richten” völlig aus. Leider war ich dem Französisch zu wenig mächtig um eine saubere Gefechtsmeldung für unsere Kompanie zu lancieren… ;-)
Die Fahnenübergabe war zum glück relativ kurz und wir verschoben wieder zurück in die Unterkunft in Fribourg um dort Material zu fassen und bald schlafen zu gehen.
Am Freitag startete die Ausbildung und ich durfte am Morgen zu erst die Wachtdienst Lektion auf Französisch mitverfolgen und diese am Nachmittag auf Deutsch selber geben.
Am Freitag war mein Dienst für die erste WK Woche auch schon zu ende, da ich in den Genuss des Kader-Leistungsabtretens kam ;-)
Ich hoffe auf gutes Wetter für die nächste Woche. 3 Tage “Riegeln-Personenkontrolle-Schiessen” und eine Inspektion stehen auf dem Programm und das sind bekanntlich alles Outdoor-Aktivitäten.
Ah ja noch was… ich bin auch Brieflich wieder erreichbar ;-)
Meine Adresse:
Sgt Widmer Bastian
Cp rens FA 64
Militär 86175

7. Januar 2009 ·
Ja schon ist es wieder soweit, die sechseinhalb Wochen zwischen ende der RS und dem WK sind wie im Zeitraffer vergangen und das Dasein als Zivilist hat grösstenteils wieder Einzug in den Alltag erhalten.
Die letzten beiden Arbeitstage waren geprägt durch Abschliessen von kleineren Arbeiten, Übergeben von Pendenzen und vieles was geklärt werden musste, dass irgendwie alles während den nächsten Wochen in geregelten Bahnen läuft.
Der erst kürzlich im Schrank verstaute TAZ liegt bereit um morgen meinen Dienst anzutreten. He we go!
Was steht bevor?
Jetzt stehen zuerst einmal 2 Tage technische Ausbildung auf dem Plan. Wir werden auf den aktuellsten Stand gebracht was sich seit der RS verändert hat. Für den jüngsten Jahrgang wird wohl nicht viel Neues drin sein. Für diejenigen die schon mehrere WKs absolviert werden wohl mit einigen Neuerungen konfrontiert.
Und du schreibst noch?
Sicher! Gute Angewohnheiten soll man doch bekanntlich beibehalten, daher gibt es auch während dem WK Wöchentlich ein Lebenszeichen von mir.
Ich wünsche noch eine schöne Woche.

5. Dezember 2008 ·
Lieber spät als nie… Ich habe vergessen den Beitrag freizuschalten… also ja eher den Speichern und Veröffentlichen Button verwechselt.
Da ist sie, die lang erwartete herbeigesehnte WEMA Woche. Doch halt, mancher einer schmeisst seit Wochen mit diesem vier Buchstaben langen Begriff um sich und bei den meisten endete das Ausdeutschen dieser Abkürzung mit “Wiederherstellung des… äääääh öööh Keine Ahnung” auf ;-)
Kurz und Prägnant WEMA = Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Militärischen Ausbildungsdiens (oder auch Wiederherstellung des exakten militärischen Alkoholpegels)
Die Woche begann für das Detachement “FUM Abschlussprüfung” jedenfalls gut. Am Morgen direkt in den persönlichen Tarnanzug geschlüpft und für die FUM Prüfung richtung Bern verschoben. Ich hatte am Montag eine Prüfung zu Absolvieren welche gerade mal eine halbe Stunde in Anspruch nahm. Den Rest der Zeit (das 4er Det verschob gemeinsam mitsamt Fahrer und Scudo) setzte ich für – naja nennen wir es – “Selbststudium” ein…
Der Dienstag stand voll und ganz im Zeichen der Materialabgabe des Korpsmaterials. Was in schichten von sich ging und sehr genau Buch geführt werden musste. Am Abend hätten wir noch einen Kompanieabend geniessen dürfen. Wie gesagt hätten. Aufgrund der teilweise Ausufernden Stimmung am Sonntagabend hat der Kadi beschlossen den Kp Abend zu streichen. Stattdessen sorgte die Militärpolizei für Unterhaltung und ordnete eine Durchsuchung an. Unter anderem Machten wir auch Bekanntschaft mit dem Drogenspürhund (da soll jemand sagen das ein Besuch der MP nicht lehrreich sei). Jedenfalls unser Zimmer war sauber.
Die Quintessenz der Razzia zeigte sich am nächsten Abend durch die ~20 Disziplinarstraffälle die bearbeitet werden mussten und ich (aushilfsweise) als Protokollist dienen durfte. Das Bearbeiten und eröffnen der Straffälle dauerte bis spät in die Nacht. Bewaffnet mit RedBull ist das jedoch kein Problem ;-)
Sichtlich müde ging es am nächsten Tag daran das technische Material zu Putzen und für die Herren aus dem Zeughaus bereit zu legen. Ich übernahm mit meinem Trupp die Funkanhänger welche abgesetzt von allem Materialschlachtrubel im Flugzeughangar standen.
Das Zusammentreffen mit den Zeughäuslern (welche allgemeinhin als eher spezielles Volk bekannt sind) gestaltete sich jedenfalls aus meiner Sicht sehr angenehm. Wir verstanden uns gut und dementsprechend verlief auch die Materialkontrolle problemlos. Auch fehlende Einzelteile waren im nu wieder “aufgetaucht” sodass sich am Schluss bei den Anhängern keine Materialverluste herausstellten. (“So guet!”)
Schlussendlich wurde wieder alles irgendwie wieder unter Dach und Fach gebracht. Es hatte sich ein ordentlicher Berg von Materialverlusten gebildet (manche waren erklärbar andere hingegen eher weniger “Het öpper no es Kabu für 1500 Franke gseh?”).
Als nächstes ging es an das Erstellen der Entlassungspackung (was schon verdächtig nach Freiheit klang). Nach einer weiteren Nacht verluden Wir die Packungen in die LKW’s. Ein Detachement Putzte die Unterkunft in Wallisellen, ein Det. beschäftigte sich mit dem restlichen Material beim Zeughaus und der Rest wurde in Dübendorf in die Mehrzweckhalle abgestellt bis wir fertig waren.
Das Warten auf das Ende war mühsam da es teilweise noch Verzögerungen gab. Nach dem Langen warten ging es plötzlich sehr schnell. Zugsweise in Kollonenlinien gesammelt wurden wir ein letztes Mal ins Achtung gestellt: “Die FULW RS 95-2 ist hiermit beendet.” Ruhn. Danach verabschiedete man sich voneinander und bald war die Turnhalle leer.
Auf den Schluss unserer RS-Zeit haben wir später an diesem Freitag in Zürich angestossen (zivil versteht sich).
Bis ich im Januar den WK / FDT (Felddienst der Truppe) antrete kehrt militärisch gesehen hier eher wieder die Ruhe ein (bis auf einen Beitrag ;-) ). Ich versuche mich bis im Januar wieder im Zivilleben zurecht zu finden und hoffe mit meinen Berichten aus dem Militäralltag einigen einen Einblick gegeben zu haben.
“Mäud mi ab” Wm Widmer

16. November 2008 ·
Berühmt, berüchtigt, gefürchtet und vor allem Unberechenbar. So wurde uns im Vorfeld von der Durchhalteübung (DHU) erzählt. Geistig auf das schlimmste vorbereitet starteten wir in die Durchhaltewoche. Da ich am Sonntagabend zur falschen Zeit am falschen Ort neben dem Hauptfeldweibel vorbeischlich wurde ich direkt zum Wachtkomandanten befördert. Tja so hat es einem. Ich führte also die Zutrittskontrolle in Wallisellen. Irgendwann vor Mitternacht hatten die Kader die Befehlsausgabe für die DHU. Irgendwann in der Nacht (es war etwa 0200) traf ich meinen Zugführer in der Kaserne. Er hatte mir den Auftrag den Funknetzplan für die DHU zu erstellen.
Am Montag stellten wir das Komplette Material bereit und verluden dieses auf die Anhänger. Am Dienstag standen AGA-Repetitionslektionen auf dem Tagesplan. Ich durfte eine Funkgerätlektion abhalten, welche von den Wenigsten im Raum aufgenommen wurde. Daher ersparte ich mir nach der Ersten von 3 Lektionen die Mühe und liess die anderen Lektionen bleiben. Die Funkgeräte waren sowieso eingerichtet das sie Funktionierten und wenn etwas nicht so tat wie es sollte, wendete man sich sowieso an mich ;-) (Ich könnte fast behaupten das Pareto-Prinzip angewendet zu haben). Nebst den Lektionen absolvierten die Soldaten noch den Wachtdienst-Test und ein 300Meter Schiessen.
Danach verschoben wir in Richtung Oberurnen zur Eternit AG wo wir als Schlafplatz eine Lagerhalle für spezialbeschichtete Eternitplatten bezogen. Leider war diese Halle nicht wirklich Standhaft, sodass der Regen, welcher in dieser Nacht fiel ungehindert den weg in unsere Schlafsäcke fand. Am Morgen schwamm ich zum Schlafsack hinaus und kämpfte zum ersten mal mit meiner Eigenmotivation. Diese war aber schnell gefunden, da unser Trupp die Nachrichtenzentrale aufbauen durfte. Und die Zentrale ist erfahrungsgemäss trocken, warm und wettergeschützt. Als Stützpunkt dienten uns zwei grosse Hangarhallen welche von einem Zug komplett eingezäunt und mit Stacheldraht gehärtet wurde. Dieser Zug stellte danach die Sicherung des Dispos sicher.
Im Hangar selbst bauten wir mit den vorhandenen Mittel die Komandowände und richteten uns innerhalb weniger Stunden komplett ein, sodass auch die Übungsleitung mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Nach dem Aufbau war Schichtbetrieb angesagt. Wir einigten uns auf 4 Stunden Schichten, was mit 4 Wachtmeistern eine sehr gemütliche Angelegenheit ergab. Ich schlief die meiste Zeit wenn ich nicht gerade irgendwo gebraucht wurde.
Via Telefon kam von unserer Vorgesetzten Stelle, dem Flugplatz Kommando, immer wieder neue Lageinformationen. Es war ja fast anzunehmen, dass irgendwann eine Bombe gefunden wird welche irgendwo in der Industrie etwas hochgiftiges verstreut, das auf uns zu Steuert. Für uns hiess das langsame Bereitschaftsgraderhöhung. Am Schluss sassen wir im C-Vollschutz da und warteten auf die Verschiebung nach Frauenfeld.
Hier wurde meine Durchhalteübung aber auch schon relativ abrupt abgebrochen, da sich in meinem Leben ausserhalb der Armee einige Dinge getan haben welche meine Anwesenheit erforderten. So wurde ich ausgegliedert und am Donnerstagabend entlassen. Hier noch ein dank an die Übungsleitung, welche die Angelegenheit sehr schnell und problemlos organisiert haben. Danke!

16. November 2008 ·
Das unsere Verbandsausbildung sehr Verlegungsintensiv sein wird war uns schon im Vorfeld bekannt. So erstaunte es auch nicht, dass wir mehr oder weniger Geordnet von Luzern her in Richtung St. Gallen um da wieder eine Anlage zu beziehen. In dieser Woche wurden wir in der Übung “Interarmes” eingesetzt. Die Übung hatte eine sehr lange Ausgangslage, welche man mehrmals lesen musste um irgendwie nur eine Ahnung zu kriegen um was es da genau ging. Jedenfalls waren zwei der Länder um die Schweiz sehr konfliktgeladen und die Aggressoren lieferten sich ein Säbelrasseln an den schweizer Grenzen.
Der Übungsname lässt auch darauf zurück schliessen, dass verschiedene Truppengattungen und Funktionen zusammen einen Auftrag erfüllen. Jedoch wurde das wohl nur in der Zentrale wirklich sichtbar, auf dem Feld merkte man nicht viel, ausser das einmal eine Führungsstaffel mit ihren Fahrzeugen an uns vorbei fuhr…
Einerseits galt es 3 Beobachtungsposten zu betreiben und die Nachrichtenzentrale für den Einsatzverband Boden bereit zu stellen.
Bis auf einige Konflikte mit dem Bauern – dessen Scheune wir nutzten, ohne dass er davon in Kenntnis gesetzt wurde. Verlief die Übung sehr ruhig. An die Zielflüge mit der Alouette 3 und den PC-7/9 hatten wir uns gewöhnt und auch die Zentrale glänzte im Einsatzbunker beim Augenschein des Brigadiers.
Ich hatte auch in dieser Woche wieder den Auftrag die Verbindungen beim Wetterzug wieder abzubauen. Leider mit verminderter Materialeinsatzbereitschaft, da einige Anhänger (darunter auch mein Materialanhänger) aus Platzgründen wieder nach Dübendorf überführt wurden.
Der Umstand, dass wir am Morgen schon früh wieder zum Wetter mussten verschaffte uns die Möglichkeit den Nachrichtenposten bereits früher abzubauen und von der Unterkunft her die Meldungen abzusetzen, was relativ gemütlich war.
Wir überstanden die Nacht in der Kalten Scheune gut. Auch wenn es jedes mal wieder eine Qual war aus dem warmen Schlafsack wieder an Kälte zu kommen.
Wir erledigten unseren Job aber Trozdem und sogar meine Zeitschätzung welche ich auf Anfrage des Fachausbildners machen musste ging Perfekt auf (10 Minuten vor der Zeit ;-) ). Da wir in unserer Gruppe wieder einen sehr knappen Personalbestand hatten stieg ich zur Abwechlung auch mal wieder auf eine Telefonstange hoch um dort ein Bisschen die Aussicht zu geniessen die Kabel herunterzunehmen.
Am Donnerstag verschoben wir danach die Kompanie nach Wallisellen, wo wir unsere letzten Wochen verbleiben. Nach dem Zimmerbezug konnten wir schon bald in die relativ angenehmen Betten liegen – ohne Vorahnung was am nächsten Tag nebst der Übungsbesprechung auf dem Plan steht. Es wurde jedoch etwas von einer Übung “AGA” gemunkelt was aber nicht wirklich Sinn machte.
Während der Übungsbesprechung wurde danach der Schleier gelüftet. Die Übungsleitung will uns für unsere Gute Arbeit belohnen und entlässt uns nach dem Kasernen Parkdienst um 1600 Uhr ins Wochenende.
Mit viel Elan wurde die sowieso saubere Kaserne geputzt und wir konnten mit einer halbstündigen Verspätung ins Wochenende.
Apropos Gute Arbeit: Während der letzten Wochen wurden die Meldungen, welche wir von unseren Posten absetzten immer wieder Verifiziert und die Posten wurden auf einer Rangliste geführt. Während der Übung “Interarmes” hatte meine Gruppe die besten Werte erzielt! 96% Korrekte Meldungen! (War ja auch mal Zeit ;-) )

16. November 2008 ·
Und wieder hab ich lange nichts geschrieben. Wieso wohl? Die VBA war teilweise sehr anstrengend, und die Wochenenden zu kurz um sich über das Geschehene auszulassen. Aber hier kommt nun das “Round Up” meiner letzten Wochen von der “Kriegsfront Schweiz” ;-)
Die beiden Wochen waren geprägt durch wenig Schlaf, aufmerksamem beobachten und der Aufklärung vom Boden aus sowie aus der Luft.
Gedeckt, Getarnt und Ungesehen, Ungehört gehörten zum Einsatzstandard.
Woche 17 – Übung “Semper Sersum”
Die erste Woche Semper Sersum gestaltete sich relativ hektisch und Nervzehrend, da die Vorgaben der Übungsleitung nicht einfach waren und die Zeiten sehr knapp berechnet waren. Die Aufbauzeiten für einen Nachrichtenposten waren – Naja sagen wir mal – sportlich. Die Befehlsausgaben kamen meistens kurz vor 12.00 in der Nacht über die Zugführer. Danach hiess es meistens für die Gruppenführer “AVOR” mit anschliessendem Liegend Lang aufgelegt auf Schlafsack um kurz danach wieder aufzustehen (05.15). Danach musste man den 5 Punkte Befehl bereit haben um seinen Trupp ordentlich auf die Situation vorzubereiten. Nach erfolgter Materialkontrolle (welche sich am morgen nicht immer ganz einfach gestaltete) ging es daran unser Dispositiv zu beziehen.
Neben dem Ordentlichen Arbeiten, hatte ich einige Spezialaufträge gefasst. Da unser Wetterzug die meteorologischen Erkenntnisse aus der Arbeit an das Meteo Schweiz übermittelt brauchen die zur Auftragserfüllung einige Telefon und Fax Leitungen um genau zu sein brauchen die 3 Leitungen ;-) Ich hatte mit meinem Detachement zusammen den Auftrag die Leitung in Kreuzlingen aufzubauen, und danach an den Verschiebungsstandort nähe Luzern zu gelangen. Der Einsatz des Detachements war genial und der Leitungsbau (welcher relativ knifflig war zum Teil) wurde mittels Tiefbau und Untergrundbau verlegt sodass die Herren Wetterzug keine Wünsche mehr offen hatten.
In dieser Woche hüteten wir zudem noch die Zentrale, was mit Wenig Schlaf und viel Arbeit verbunden war. Das Ziel der Übungsleitung war, dass wir eine Zentrale so einrichten, dass man die Kompanie von da aus im Einsatz führen kann – Was zugegebenermassen anfänglich relativ schwierig war…
Woche 18 – Übung “Semper Sersum”
Die Woche 18 stand immer noch unter dem Zeichen von “Semper Sersum”. Am Montag baute ich mit meiner Postenmannschaft einen Posten auf, um danach am Abend relativ überraschend abgelöst zu werden um mit meinem Detachement zum Wetterzug zu Verschieben und da zu Übernachten, um nach 0500 Uhr mit dem Leitungsrückbau zu beginnen.
Wir machten uns mit einem Puch auf in Richtung Kreuzlingen und kamen etwa um 0200 Uhr frühmorgens an. Die grössten Probleme dieses Auftrags waren der relativ Knappe Personalbestand und der Fahrer welche seine Ruhezeiten einhalten muss.
Als ich am Morgen um 0515 Uhr beim Zugführer des Wetterzugs meine Informationen abholte kriegte ich nicht direkt das zu Hören, was ich eigentlich hören wollte. Übungsbedingt brannte irgendwo eine Chemiefabrik, was für uns ABC-Bereitschaftsgrad 2 zur folge hatte. Mein anfängliches “Mir si vom Nachrichtezug und ghöre nid zu öire Üebig” wurde vom Zugführer des Wetterzugs mit einem “Das isch mir nosoglich!” quitiert. Henusode wir lieben ja den ABC-Schutzanzug. Weiter wurde mir mitgeteilt, dass die Leitungen bis 1200 bestehen müssen und wir erst am Mittag mit dem Rückbau beginnen dürften. Einige würden jetzt schon wieder das Wort “Chaos-Armee” in die Weltgeschichte hinausposaunen (wie das in den letzten Wochen im schweizweit meist gelesenen Altpapier öfters getan wurde ), ich vermute hier aber ein Kommunikations und Führungsproblem.
Nach einem sehr gemütlichen Morgen mit einer erweiterten “Leitungsinspektion” und Waffenparkdienst mit Leidenschaft (man könnte auch Langeweile sagen) ging es daran die Leitung zurück zubauen.
Während des Rückbaus wurde ich noch informiert, dass wir einen Marschbereitschaftsgrad hätten in welchem wir in spätestens 90 Minuten abfahrbereit sein müssten. Mein Vorschlag die 3 Kabelleitungen am Puch zu befestigen und einmal stark daran zu Ziehen wurde nicht so gerne gehört, jedoch war danach klar kommuniziert, dass ich mit meinem Detachement die 90 Minuten wohl nicht einhalten werde ;-)
Mein Hauptziel wurde jedoch sauber eingehalten, da wir früher als der Wetterzug vom Standort abfuhren um an einem Anderen Standort wieder die Leitungen bereit zu stellen. Die Leitung nähe Bischofszell war wie schon die vorhergehende in Kreuzlingen eine aus der Kategorie “Knifflig”. Wir starteten im Hochbau um danach im Tiefbau unter Brücken durch Wasser und Regenrinnen (welche ziemlich verrostet waren und nur mittels Anwendung einer anständigen Portion Gewalt zur Mitarbeit bewegt werden konnten) zu bauen. Da es aber schon relativ früh Eindunkelte erkämpften wir uns letzten Meter der Leitung im Dunkeln mit Taschenlampen bewaffnet.
Nach getaner Arbeit gönnten wir uns die bewilligte Pensionsverpflegung (da wir weder in Dübendorf noch in Unserer Unterkunft in Luzern zum Abendessen gemeldet waren).
Geschlaucht und aber Zufrieden fielen wir kurz nach unserer Rückkehr in die Betten um am Donnerstag wieder einen Beobachtungsposten zu erstellen.
Der Postenbau war unterdessen schon eine relativ reibungslose Mechanik welche ohne grosse Schwierigkeiten von der Hand geht. Wenn da nur keine kaputten Heringe für die Funkantenne etc. wären ;-) Am Nachmittag kam Überraschen hoher Besuch des Hauptadjundanten auf meinen Posten. Er inspizierte meine Unterkunft und meinen Posten. Ich stand rede und Antwort und erklärte auch wo unsere Mankos liegen (Stichwort: Planskizze). Weiter unterhielten wir uns noch über die Arbeiten welche ich in der Letzten zeit erledigt hatte. Ich war sehr erstaunt, dass er sogar über die Leitungen vom Wetterzug sehr genau Bescheid wusste. Im Grossen und Ganzen war er zufrieden und zog mit einem “Zeigen Sie Ihr bestes bei der Inspektion” von dannen. Später am Nachmittag kam mein Zugführer mit einem meiner Kameraden vorbei um mich zu Informieren, dass ich am Donnerstag am BUSA (Berufsunteroffiziersschule) Informationstag beiwohnen müsse.
In solchen Situationen bekommt der oftmals verwendete Spruch “Chöit dir öich das o Bruefflech vorstelle” ganz neue tiefgründige Züge ;-) Aber was tut man nicht alles für das Vaterland. Dank Schneetreiben und Stau verpassten wir den Transport von Dübendorf nach Herisau und verschoben selbständig mit unserem Fahrer und Puch in Richtung Herisau. Der Herr ohne Grad (gemäss Feldi) mit dem wir während der Fahrt Kontakt hatten und informierten wo wir uns befinden stellte sich als Chefadjundant heraus. Naja kleine Fehler können ja mal passieren…
Der Tag in Herisau war sehr spannend und irgendwie speziell, da die militärischen Umgangsformen da komplett anders gelebt werden als uns das sonst bekannt war.
Am Abend verschoben wir mittels Zug über St. Gallen – Zürich – Luzern zurück zu unserem Kompaniestandort. Und genossen auch während der Zugfahrt eine Pensionsverpflegung (man muss sich halt irgendwie zu helfen wissen ;-) )
Sichtlich gut gelaunt trafen wir am Abend auf die weniger gut gelaunte Kompanie, welche gerade einen Ganzen Tag Fachdienst Inspektion über sich ergehen liess.
Am nächsten Tag stand die Inspektion der Allgemeinen Grundausbildung auf dem Plan. Beginn einer Solchen Inspektion ist das Aufstellen der Kompanie auf zwei Gliedern mit dem Abstand von 10 Metern von Reihe zu Reihe. Danach wird alles gerichtet, dass auch jeder möglichst gleich aussieht. Das hat natürlich viele Kontrollen und Korrekturen zur folge, biss alles so platziert und eingestellt ist wie es muss.
Da es in der Nacht auf den Inspektionsfreitag ca. 10 Zentimeter Schnee gegeben hatte gestaltete sich das herumstehen sehr frostig. Wir bestanden (zu unserem erstaunen) die Inspektion mit einer guten Note.
Der Oberst, welcher uns Inspizierte holte danach die Unteroffiziere noch zu sich um uns für unseren Einsatz in den vergangenen Wochen zu Danken auch wenn wir teilweise “freiwillig, nicht freiwillig und noch ein weniger freiwillig” weitergemacht haben. Von mir aus gesehen ein sehr starker zug des Herren Oberst.
