FULW RS 95-2 : Woche 6

“Was? Schon Woche 6?” fragte ich mich diese Woche. Und wahrlich, wir haben bereits die 6. Woche abgeschlossen. Die Zeit vergeht im Rückblick meist schneller als die Tage selber.

Am Montag und Dienstag stand die Übung ‘Difesa’ an, welche ich als Rekrut selber durchlebt habe. Rückblickend kann ich sagen, dass die Übung um einiges Angenehmer abgelaufen ist im vergleich zur letzten wo ich noch als Rekrut auf dem Schiessplatz stand. Damals hatten wir ja das so genannte “Infanterie Wetter” oder den Flüssigen Sonnenschein für uns gebucht. Kein Vergleich zu letzter Woche. Es war zwar bedeckt und hat kurz Geregnet, jedoch blieben wir alle einigermassen Trocken (bis auf einige Spezialisten aus anderen Zügen die eine Spezialschulung erhielten) und die Temperaturen waren angenehm.

Während die anderen Züge mit Duros verschoben, hatten wir einen Lastwagen was auch nicht viel schlechter war. Wir wissen uns unterdessen auf diesen Gefährten einzurichten.

Am Mittwoch Morgen startete auch schon unsere all Wöchentliche Kaderausbildung mit einer Hiobs-Nachricht, dass der geplante Waffenlauf (welcher theoretisch während unserem Ausgang stattfinden sollte) wegen der Zeckengefahr örtlich verschoben wird und statt 15 Kilometer auf satte 21 Kilometer erweitert wird. Freude herrschte nach dieser Nachricht nicht und die schlaftrunkene Stimmung drückte nur noch mehr auf die Kader.

Der Entscheid liess einige Gemüter zuerst sprudeln, danach köcheln bis es zum schluss richtig brodelte und eine Diskusion in gang kam. Dies Passte unserem Klassenlehrer sehr gut in den Plan, da das Wochenthema Stress und Stressbewältigung war. Nach dem Mittagessen kam danach die Entwarnung (welche zur Stimmungsbesserung beitrug). Unser (heiliger) Ausgang wird nicht gestrichen, und der Waffenlauf war nur als Mittel zum Zweck eingesetzt worden wie wir es schon vom Besuch CdA – Chef der Armee – Szenario her kannten.

In diesem Szenario wurden wir in der Unteroffiziersschule vor die Tatsache gestellt das in wenigen Stunden der Chef der Armee auf Platz kommen wird, und jeder der Kaderanwärter das Komplette Inspektionsprogramm à la Zugschule, Klasse Melden et cetera machen müssen. Da wir momentan aber über keinen retablierbaren Chef der Armee verfügen, fällt dieses Szenario flach.

Am Abend hatten wir danach unseren Ausgang, welcher von allen sehr genossen wurde und die Auswirkungen am nächsten Tag sichtbar wurden. (Wie auch Kamerad Hähni gehe ich aufgrund der Vorbildfunktion nicht auf Details ein.)

Die restlichen Tage waren sehr entspannt, da wir keine Lektionen mehr vorbereiten mussten. Und die Rekruten vom Zeitmilitär und dem Blutspendezentrum in Beschlag genommen wurden.

Ab Freitag Mittag konnte ich Verfügen, Verbrachte den Freitag Nachmittag mit der Planung der Arbeiten bei meinem Arbeitgeber.

Nächste Woche geht es dann an die Inspektion, wo wir sehen werden wie viel der Arbeit aus den letzten Wochen bei den Rekruten geblieben ist.