FULW RS 95-2 : Woche 19 Übung “Interarmes”

Das unsere Verbandsausbildung sehr Verlegungsintensiv sein wird war uns schon im Vorfeld bekannt. So erstaunte es auch nicht, dass wir mehr oder weniger Geordnet von Luzern her in Richtung St. Gallen um da wieder eine Anlage zu beziehen. In dieser Woche wurden wir in der Übung “Interarmes” eingesetzt. Die Übung hatte eine sehr lange Ausgangslage, welche man mehrmals lesen musste um irgendwie nur eine Ahnung zu kriegen um was es da genau ging. Jedenfalls waren zwei der Länder um die Schweiz sehr konfliktgeladen und die Aggressoren lieferten sich ein Säbelrasseln an den schweizer Grenzen.

Der Übungsname lässt auch darauf zurück schliessen, dass verschiedene Truppengattungen und Funktionen zusammen einen Auftrag erfüllen. Jedoch wurde das wohl nur in der Zentrale wirklich sichtbar, auf dem Feld merkte man nicht viel, ausser das einmal eine Führungsstaffel mit ihren Fahrzeugen an uns vorbei fuhr…

Einerseits galt es 3 Beobachtungsposten zu betreiben und die Nachrichtenzentrale für den Einsatzverband Boden bereit zu stellen.

Bis auf einige Konflikte mit dem Bauern – dessen Scheune wir nutzten, ohne dass er davon in Kenntnis gesetzt wurde. Verlief die Übung sehr ruhig. An die Zielflüge mit der Alouette 3 und den PC-7/9 hatten wir uns gewöhnt und auch die Zentrale glänzte im Einsatzbunker beim Augenschein des Brigadiers.

Ich hatte auch in dieser Woche wieder den Auftrag die Verbindungen beim Wetterzug wieder abzubauen. Leider mit verminderter Materialeinsatzbereitschaft, da einige Anhänger (darunter auch mein Materialanhänger) aus Platzgründen wieder nach Dübendorf überführt wurden.

Der Umstand, dass wir am Morgen schon früh wieder zum Wetter mussten verschaffte uns die Möglichkeit den Nachrichtenposten bereits früher abzubauen und von der Unterkunft her die Meldungen abzusetzen, was relativ gemütlich war.

Wir überstanden die Nacht in der Kalten Scheune gut. Auch wenn es jedes mal wieder eine Qual war aus dem warmen Schlafsack wieder an Kälte zu kommen.

Wir erledigten unseren Job aber Trozdem und sogar meine Zeitschätzung welche ich auf Anfrage des Fachausbildners machen musste ging Perfekt auf (10 Minuten vor der Zeit ;-) ). Da wir in unserer Gruppe wieder einen sehr knappen Personalbestand hatten stieg ich zur Abwechlung auch mal wieder auf eine Telefonstange hoch um dort ein Bisschen die Aussicht zu geniessen die Kabel herunterzunehmen.

Am Donnerstag verschoben wir danach die Kompanie nach Wallisellen, wo wir unsere letzten Wochen verbleiben. Nach dem Zimmerbezug konnten wir schon bald in die relativ angenehmen Betten liegen – ohne Vorahnung was am nächsten Tag nebst der Übungsbesprechung auf dem Plan steht. Es wurde jedoch etwas von einer Übung “AGA” gemunkelt was aber nicht wirklich Sinn machte.

Während der Übungsbesprechung wurde danach der Schleier gelüftet. Die Übungsleitung will uns für unsere Gute Arbeit belohnen und entlässt uns nach dem Kasernen Parkdienst um 1600 Uhr ins Wochenende.

Mit viel Elan wurde die sowieso saubere Kaserne geputzt und wir konnten mit einer halbstündigen Verspätung ins Wochenende.

Apropos Gute Arbeit: Während der letzten Wochen wurden die Meldungen, welche wir von unseren Posten absetzten immer wieder Verifiziert und die Posten wurden auf einer Rangliste geführt. Während der Übung “Interarmes” hatte meine Gruppe die besten Werte erzielt! 96% Korrekte Meldungen! (War ja auch mal Zeit ;-) )