Das Jahr 2008 – ein persönlicher Rückblick

Tja da stehen wir schon wieder. Das ist auch das Jahr 2008 wieder vorbei. Die Zeit vergeht schnell und ich blicke auf ein sehr Ereignisreiches und Bewegtes Jahr zurück. Am Ende eines Jahres ist es schön sich einmal anzuhalten und auf die Vergangenen 366 Tage zurück zu schauen und sich einige Ziele und Nägel fürs 2009 zu schlagen.

Job im 2008

Vom Januar bis März war ich auf der Arbeit gefordert. Das Upgrade des Content Management Systems stand an und ich durfte mich um Upgradeprozess einbringen. Das Projekt brachte jeden Tag etwas neues (Besser bekannt als “The Fail/Error of the Day”). Bange Minuten des Wartens (klappt es oder müssen wir das Fall-Back Szenario aus der Schublade ziehen?) und auch einige Schrecksekunden waren vertreten.

Weiter habe ich viel neues gelehrt und habe mein Wissen rund um Produkte wie Livelink WCM, Thunderstone Websearch, OWL Intranet, Atlassian Confluence (ein erstklassiges Enterprise Wiki), Wildfire Instant Messaging auf und ausgebaut.

Im Vergleich zur Lehrzeit welche ich vorher hatte werden die Meinungen und Ideen ernster genommen (mein subjektiver Eindruck). Es gibt jedoch auch mehr zu tun ;-)

Militär im 2008

Ich  habe mich bis anfangs März in meine Arbeitsstelle eingearbeitet um die Arbeit vor dem 10. März niederzulegen und ins Militär einzurücken. Mit der Überzeugung FULW Soldat Fahrer zu werden rückte ich am 10. März sehr unwissend in das Militär ein. Schnell fand man Kontakte und lernte interessante Menschen und teilweise schwierige Situationen kennen. Den Anfänglichen Informationen über das Weitermachen schenkte ich nicht wirklich Beachtung, da mein Ziel ja der Fahrer war. Jedoch wurde mir dieses Ziel sehr schnell unwirklich als es dann für mich sehr schnell hiess ich würde als Gruppenführer gebraucht. Henusode nach einigen Gegenanstrengungen ergibt man sich und fügt sich. Nach 7 Wochen Grundausbildung zum Soldaten, Absolvieren der Unteroffizierschule und Abverdienen des Wachtmeisters stand auf dem Programm.  Eine schöne aber zeitweise auch komplizierte und mühsame Zeit.

Was nehme ich aus diesen 257 Diensttagen mit?

Kameradschaft – In einer Gemeinschaft wie dem Militär, wo man seine Bedürfnisse zeitweise dem Wohl und Funktionieren der Gruppe unterordnen muss entstehen einige gute Kameradschaften. Was sich jetzt auch über die Festtage hin und wieder durch einige gute Gespräche geäussert hat.

Weitsicht – Dank den Verschiebungen und den Aufenthalten im Urnerland, Luzern, Chur und Zürich habe ich doch einiges über Unser Land erfahren und unter weniger schönen Bedingungen einige schöne Flecke der Schweiz gesehen.

Verständnis – Ich habe ein Verständnis dafür entwickelt, dass Zürcher anders Funktionieren als Aargauer, St. Galler, Walliser oder Basler. ;-)

Führen – Das Führen eine sehr anstrengende und manchmal äusserst schwierige Angelegenheit sein kann, durfte ich während dem Abverdienen einige male auskosten. Aber wenn man sich gewisse Ziele (siehe Zitat) setzt und diese im Blickfeld behält funktioniert es meistens ;-)

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst. Aurelius Augustinus

Verba docent, exempla trahunt! – „Worte lehren, Beispiele reissen mit!“

Fotografie im 2008

Die Gegebenheit, dass bei uns im Militär das anfertigen von Fotos verboten war, schränkte mich natürlich in dieser Tätigkeit sehr ein. Für Konzerfotografie am Wochenende hatte ich zu wenig Zeit oder Lust. Es gabt jedoch trotzdem einige Highlights wie spontan arrangierte Fotoshootings im Kornfeld oder geplante Shootings im Studio.  Oder ausgedehnte Fototouren an lauen Sommerabenden.

Probleme, Ziele im Fotografischen Bereich?

Gefühl – Ich hätte es selbst kaum für möglich gehalten, jedoch habe ich nach der langen zeit der Foto-Abstinenz ist mir das “feinmotorische” Gefühl beim Fotografieren irgendwie eingerostet. Ich kämpfte ende 2008 öfters mit Blenden, ISO Zahlen und Belichtungszeiten. Jedoch keine Sorge, das Gefühl taut langsam wieder auf.

Bilder zeigen – Naja es liegt an mir, ich mache Bilder gucke sie mir an und danach geht es eine Ewigkeit bis ich mich mal überwinde etwas online zu stellen. Das soll sich im 2009 ändern. Ich will unter anderem die Serie “my.View” auf dem Blog hier wieder ein bisschen ankurbeln und mehr gemachte Bilder zeigen. (unter anderem bin ich bei Flickr auch wieder etwas aktiver)

Bilder analogisieren – Jetzt fotografiert der Kerl digital und spricht von analogisieren? Ja in der Tat. Ich habe viele Bilder die ich zwar digital habe jedoch habe ich nichts in den Händen. In welcher form ich die Bilder ablegen will ist noch nicht klar. Als Buch oder Heft oder gar oldschool mässig als Album… wir werden es sehen…

For the Horde! – Die Mitarbeit bei der Bildagentur Imagepress kam im 2008 auch sehr kurz, das will ich im 2009 ändern. Möglichkeiten gibt es genug!

Persönliches im 2008

Persönliches ist viel gelaufen und doch wenig. Ich habe militärbedingt die Situation kennen gelernt, dass im Zivilen draussen vieles auch ohne mich läuft. Teilweise war die für einige sehr mühsam, da ich einige Projekte gekillt habe (was nicht ganz einfach war). Andererseits habe ich durch diese Massnahme viel mehr Freiraum gefunden etwas “schlaueres” zu machen.

Aufräumen – Hiervon rede ich jetzt nicht von meinem Schreibtisch, welcher schon wieder eine Unordnung beherbergt. Es geht mir eher um den persönlichen Lebensbereich. Aufgeräumt wird da wo ich das Gefühl habe, dass nichts mehr Sinnvolles dabei herauskommt. Dinge die mehr Arbeit verursachen als mir etwas zu nutzen – Weg damit!

Kreativ werden – Do it yourself Baby! An guten Ideen fehlt es selten, jedoch muss man diese noch umsetzen. Ich werde versuchen mehr Ideen umzusetzen anstatt diese in der Schublade verrotten zu lassen.

Mehr Bloggen – Wenn ich hier so meine Drafts ansehe war ich nicht ganz untätig, jedoch haben es wenige Artikel bis zur Vollendung geschafft. Das soll sich auch bessern. Es muss nicht immer 100% sein – 80% ist manchmal völlig ausreichend.

So genug von mir. Wie geht es dir? Was ändert der Blogleser im 2009? Trackbacks und Kommentare sind gerne gesehen (und jetzt keine falsche scheu!).

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