HighSpeed Filmarbeiten mit einem Industrie Roboter

Vor einigen Wochen hab ich dem Johannes von Decoy Collective das Showreel von The Marmalade gezeigt. Highspeed Filmaufnahmen verfĂĽgen meist ĂĽber wenig bis keine Kamerabewegung, da die menschliche Bewegung entweder zu langsam oder zu ungleichmässig ist. The Marmalade begegnet diesem Problem mit ihrem Industrieroboter “SPIKE” und ermöglicht es milimetergenaue Kamerafahrten reproduzierbar abzufahren.

Das Showreel von Spike ist bereits spannend. Im Kurzfilm “The Marmalade Identity” erfährt man jedoch noch viel mehr ĂĽber die Arbeitsweise der Agentur.

Cameras at Risk

Chase Jarvis zeigt in einem älteren Beitrag aus seiner RAW Serie wie abenteuerlich sein Material manchmal lebt. Wenn ich an mein Material denke, komme ich zum Schluss das er zwar mehr Action rund um sein Material hat jedoch kommt mir auch in den Sinn, dass ich endlich mal die Versicherung meines Kameramaterials überdenken muss. (Note to myself : Do it!)

Also das wars jetzt mit #365

 

Es ist schön ein Projekt oder eine Idee ĂĽber längere Zeit mit sich zu tragen, zu verfeinern und zur Gewohnheit werden zu lassen. 

Ebendies tat ich mit dem 365 Projekt. Das am 10.01.2012 das drei-hundert-fünf-und-sechzigste im Kasten war, wird erst im Nachinein bewusst, wenn man durch die Bilder blättert. Ab dem 11.01.2012 kein Bild mehr zu machen war und ist befreiend, obwohl irgendwie in den ersten Tagen etwas fehlte. Naja das waren die Entzugserscheinungen des sogenannten narzisstischen Egotrip (wie das jemand so schön nannte).

Es war schön, euch auch diesem Projektchen Tag fĂĽr Tag dabei zu haben und die RĂĽckmeldungen kamen manchmal aus ganz unerwarteten Richtungen. Danke, auch dass Ihr mich während diesem Jahr ab und an mal angesehen habt ;-). Es war auch schön zu sehen, dass einige Leute nach ihren Ferien irgendwann noch meine Bilder “Nachsehen mussten um en jour zu bleiben”.

Kreativität auf Knopfdruck?

Oh nein… wenn ich so ĂĽber meine Erfolge und Misserfolge schaue war das vorhaben jeden Tag ein Bild zu machen nichts einfaches. Ein vieleicht zwei mal hatte ich das GlĂĽck auf ein ‘One Shot’-Höhenflug zuhaben indem ich das Bild hatte wie ich es mir vorstellte. Oftmals war jedoch das Gegenteil der Fall. Im Extremfall benötigte ich jenseits von 100 Versuchen bis ich irgend etwas brauchbares hatte. Manchmal war eine Idee da, manchmal nicht. Und es sind noch einige Ideen da, die noch nicht umgesetzt wurden. Neben den Ideen war die Zeit auch nicht immer gleich vorhanden. Die Rule N° 1 die ich mir zu beginn gesteckt habe bis Mitternacht ein Bild zu machen wurde bald umgestossen und auf die Zeit zwischen Aufstehen und zu Bett gehen verlagert. Das man nicht jeden Tag noch den ganzen Fotoworkflow durchprĂĽgeln mag fĂĽhrte auch dazu, dass ich manchmal 2-3 Tage wartete bis die Bilder den weg von der Kamera auf den Computer und schlussendlich zu Flickr fanden. Ich habe mir die Regeln also nach und nach Zurechtgebogen.
Was ich gelernt habe ist, dass wenn sich die Kreativität nicht auf Knopfdruck aktivieren lässt, dass sich wenigstens eine Gewohnheit einstellt. Auch wenn sich diese teilweise mehr auf das Laden der Akkus und auf die Mahnende innere Stimme beschränkt die dir sagt “Du solltest noch ein Foto machen!”

Bist du froh es loszu sein?

Ja!

Wie geht es weiter?

Erstmal gar nicht. Jedenfalls nicht im Sinne des 365 Projektes das so viel Zeit in Anspruch nimmt. Nachdem ich am 10. Januar die Kamera beiseite gelegt hatte kam mir erst am Wochenende wieder die Lust mal wieder ein paar Bilder zu machen. Wenn es die Zeit erlaubt würde ich gern ein Projektchen anfangen, das nur ca. 52 Bilder beinhaltet. Das ist mir momentan aber zu viel Aufwand und überhaupt ich möchte/sollte/müsste wieder mehr schreiben und Geschichten erzählen, man sagt ich könne dies gut.