WK – cp rens FA 64 – Woche 4

Da der Wiederholungskurs von Donnerstag bis Mittwoch verlĂ€uft dauert dieser nicht wie gewohnt 3 Wochen sondern deren 4. Wobei dies auch nur “gefĂŒhlte” 4 Wochen sind, die Anzahl geleisteter Diensttage ist identisch mit einem Montag-Freitag WK 😉

Da mein Rollendes Wochenende bis Dienstag 1200 Uhr dauerte rĂŒckte ich also etwa noch fĂŒr gut 24 Stunden MilitĂ€rdienst ein. Diesmal aber wieder im Raum Fribourg, was mir rein vom Anfahrtsweg im Vergleich zum SĂŒdtessin um ein vielfaches besser gefĂ€llt.

Die 24 Stunden waren geprÀgt durch:

  • Material Abgabe im Materialmagazin
  • Material BĂŒndeln fĂŒr die RĂŒckgabe im Zeughaus
  • Material RĂŒckschub ins Zeughaus
  • einem spitze Kompanieabend (Surplus)
  • Unterkunft Putzen und Abgeben
  • Warten
  • and last but not least: dem Abtreten

Wiederholungskurs I erfolgreich abgeschlossen!

RĂŒckblickend könnte es keine bessere Kompanie fĂŒr den ersten WK gegeben haben. Der Geist der Kompanie 64 unterscheidet sich ganz klar von den reinen Deutschschweizerkompanien. Es soll je bekanntlich Leute geben die mit dem “Savoir-Vivre” der Romands mĂŒhe haben (Aber das wĂ€re wieder eine Röstigraben-Grundsatz-Diskussion). Nachdem man die sprachlichen HĂŒrden abgebaut oder eher umschifft waren funktionierte es sehr gut. Es gab schöne Momente wie zum Beispiel das gute Wetter im Tessin oder der Umgang und die Stimmung in der Kompanie aber auch eher mĂŒhsame wie 4 Tage Ausbildung in der KĂ€lte oder das Debakel mit unserem Einsatz fĂŒr die Wetterabteilung.

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WK – cp rens FA 64 – Woche 3

Wie bereits geschildert rĂŒckte ich und 22 andere Kameraden der Kompanie 64 am Sonntagabend statt in Fribourg im Raum Olten ein. Mit vielen Unklarheiten warteten wir bis 2200 Uhr am Bahnhof wo auch bald der Hauptmann der Wetterkompanie auftauchte und uns in einen Camion verlud der uns zur Unterkunft brachte.

Nach dem deponieren des Materials hatten wir eine Theorie wie die nĂ€chsten Tage ablaufen wĂŒrden. Sehr neu dabei war das unser Detachement in die ganze Schweiz verteilt werden soll (unter anderem Basel-Land und SĂŒd-Tessin). Die Theorie sollte eigentlich offene Fragen klĂ€ren, warf aber mit jeder weiteren Folie weitere Fragen auf. Jedoch wurde die Dankbarkeit fĂŒr unseren Spezial-Einsatz mehrmals Unterstrichen. Henusode spĂ€ter wurde klar, dass ich am nĂ€chsten Tag um 0800 mit meinem Detachement ins SĂŒd-Tessin gehen werde. Auf die Fragen, wie lange unser Engagement fĂŒr die Wetterkompanie dauern soll und wie die das Wochenende geregelt ist erhielt man keine brauchbaren Antworten. SpĂ€ter beschlossen wir einmal ĂŒber die Sache zu schlafen, da man um 2350 Uhr sowieso keine erfolgreichen Informationsversuche starten kann.

Als dann am nĂ€chsten Tag unser Fahrer aus Fribourg mit dem Material des Detachements bei uns eintraf befahl der dort zustĂ€ndige Kadi dem Fahrer da zu bleiben (was irgendwie speziell ist da unser Fahrer 1. Nicht dem besagten Kadi unterstellt ist und 2. Anderweitig fĂŒr unsere Kompanie gebraucht wurde). Nach dieser Aktion hatte ich schon ein eher ungutes GefĂŒhl der Organisationskunst.

Die Zeit verstrich und es wurde etwa 1000 Uhr bis wir einen Fahrer erhielten und unser GepĂ€ck verluden und zum RĂŒckwĂ€rtigen der Wetterkompanie zu fahren. Dort stellte sich mir der Kadi vor und wir hatten eine kurze Befehlsausgabe fĂŒr unser Engagement. Offene Fragen wurden geklĂ€rt andere blieben weiterhin offen (wie zum Beispiel bis wann wir fĂŒr die Wetterkompanie dienen). FĂŒr den dort anwesenden Kommandanten war klar, das wir ein rollendes Wochenende durchfĂŒhren und unser Engagement bis am nĂ€chsten Dienstag 1200 Uhr dauern sollte, was in Anbetracht der WEMA und unserem WK Ende am Mittwoch irgendwie nicht aufgehen konnte. Eine telefonische RĂŒckfrage beim Kommandanten der Nachrichtenkompanie brachte andere Resultate welche ich beim Wetterkadi einbrachte (das etwas Organisatorisches im beachtlich langen Dienstweg zwischen Nachrichten Kompanie 64 und Wetter Kompanie 72/73 nicht stimmen konnte bestĂ€tigte sich einmal mehr). Dieser Herr, welcher eine beeindruckend gute Auffassungs- und Planungsgabe bei der Befehlsausgabe bewies stieg nach meinen Informationen an die Decke und bemĂŒhte sich seiner Stabsmitglieder. FĂŒr mich war jedenfalls nicht eindeutig klar wem ich jetzt direkt unterstellt war und daher beschloss ich mich, nach einigen Telefonaten und Diskussionen,  nicht lĂ€nger bei dem Boss Sandwich mit zu mischen und informierte, dass ich jetzt einmal gar nichts unternehmen werde bis sich die Problemsituation auf dem Dienstweg (a d Dw)  klĂ€rt. Wenn ich meine Aktion auf der Risikomanagement-Karte platziere lande ich im knallroten Bereich was normalerweise in die Kategorie “You should not even think about it!” abgelegt wird.

Der Hauptmann sichtlich nicht erfreut ab meiner Reaktion bemĂŒhte sich alsdann eines Formulars 6.005er an seine Stabsstelle. Ich wurde kurze Zeit spĂ€ter mit den mittelmĂ€ssig-freundlichen Worten “i wĂŒrd chli gas gĂ€” zum Oberstleutnant zitiert.

SpĂ€testens ab diesem Zeitpunkt wurde klar FĂŒhrungsschichten nicht mehr vom gleichen zu reden scheinen und sich der Tag eher mĂŒhsam gestalten wird.

Nach der Unterredung mit dem Oberstleutnant – welcher das Problem anhörte –  stand fest, dass wir via Befehl direkt der Wetterkompanie unterstellt sind und finito. Rollendes Wochenende wird durchgezogen und wir unterstehen der Wetter Abteilung bis am Dienstag 1200.

SpĂ€testens nach dieser Unterredung hatte ich mein Pulver verschossen und musste klein bei geben, der Oberstleutnant und der Hauptmann informierten meine Gruppe. Ich entliess danach zwei Soldaten ins Wochenende und verschob mit Sack und Pack ins SĂŒd-Tessin.

Der Rest der Woche im Tessin gestaltete sich relativ angenehm. 6 Personen waren immer Anwesend und schoben in 6  Stunden-Ablösungen Wache und FĂŒhrten das KP des Wetterzuges und zwei konnten das rollende Wochenende geniessen (wobei im Tessin das schönere Wetter vorherrschte).

Da man im MilitÀr immer irgendwie jemanden kennt, traf ich Wachtmeister HÀhni im Tessin an was den Aufenthalt zeitweise sehr aufheiterte.

Am Sonntag wurde der Standort im SĂŒd-Tessin aufgehoben und ich durfte zusammen mit einem Kameraden mein wohlverdientes Wochenende antreten. Den Rest meiner Gruppe ĂŒberlies ich meinem Stellvertreter (mit einem getrĂŒbten GefĂŒhl, da ich der ganzen Sache inpunkto Organistation immer noch nicht ganz traute).

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cp rens FA 64 – WK Woche 2

Die erste komplette Woche WK ist nun auch schon vorbei. Wie bereits am Freitag vergangenen war ich von Montag bis Mittwoch bei der Wachtdienst-Ausbildung eingesetzt. Das Schiessen eine Outdoor-AktivitĂ€t ist erklĂ€rt sich von selbst. Das es weniger erfreulich ist bei Regen, Schnee und Wind auf dem Schiessplatz “Montagne de Lussy” zu stehen ist auch relativ SelbsterklĂ€rend.

Item wir haben die Schiessprogramme absolviert und den Soldaten und Gefreiten das Riegeln, Zerlegen und Montieren der Waffe wieder einmal nÀher gebracht.

Das wir unsere Arbeit gut gemacht haben zeigte sich in der Inspektion welche am Donnerstag Morgen ĂŒber die BĂŒhne ging. Nach einem Theorietest absolvierte das Detachement in dem ich war die Posten SanitĂ€tsdienst, ABC-Schutzdienst (jaja “Ceeeee ALAAARM!”) und schlussendlich Waffenkenntnisse.

Die Inspektion verlief ungewohnt angenehm und wir Schnitten mit einem “Gut” ab. Bester Bereich war nebst der Inspektion des Feldweibels und des Fouriers das Sturmgewehr welches mit einer Note 4 (=Gut) abschnitt.

Ich empfand die Inspektion eher als “locker” (abgesehen von der KĂ€lte) im Vergleich zu den Inspektionen in der RS.

Am Nachmittag stand die Übung “Pays de Fribourg” auf dem Plan. FĂŒr die Übung wurden mehrere Szenarien vorbereitet um sich auf die Witterung einzustellen. Wir fĂŒhren die Variante “E” aus… Welche einen “Marsch” (Spaziergang trifft eher zu) durch die wunderschön verschneite Landschaft entlang der Saane / “la sarine” beinhaltete. FĂŒr die Allgemeinbildung stand danach der Besuch in der Kehrichtverbrennungsanlage SAIDEF auf dem Plan was ebenfalls sehr interessant war.

Am Abend hatten wir den fakultativen Ausgang, welche das Kader zusammen genoss 😉 Details gibt es nicht, wir genossen ein gutes StĂŒck Fleisch zu einem oder mehreren glĂ€sern sehr gutem Rotwein (auch bekannt unter “le sang de la compagnie”).

Am Freitag bauten wir die Nachrichtenzentrale auf und machten verschiedene Verbindungstests mit der abgesetzten Funkantenne. LĂ€uft alles Tiptop 😉

Generell fĂŒhle ich mich in der Romands-Kompanie sehr wohl. Das AusgeprĂ€gte  “Savoir-Vivre” welches den französischen Kompanien vorauseilt kann man durchaus geniessen. Die Sprachlichen hĂŒrden zeigen sich jedoch sehr schnell bei der Ausbildung, man studiert plötzlich lange an den AbkĂŒrzungen herum und kommt nicht wirklich auf einen grĂŒnen Zweig. Der oftgepredigte Röstigraben ist im Dienst praktisch inexistent. Die Soldaten sehen, dass wir uns mĂŒhe geben mit dem französisch (inklusive Einsatz von Armen und Beinen zur VerstĂ€ndigung) und versuchen dasselbe auch mit der deutschen Landessprache.

Going Charlie…

Am Mittag zeichnete sich jedoch schon die erste Änderung im Plan ab. Eine fĂŒrs WEF aufgebotene Kompanie hat zu wenig Personal um wĂ€hrend dem WEF komplett einsatzfĂ€hig zu sein. Da wir in der Kompanie 64 als Reserve funktionieren rĂŒcke ich am Sonntagabend nicht ins Fribourgische ein sondern bewege mich in Richtung Olten. Wie es da weiter geht ist noch unklar…

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cp rens FA 64 – UK, KVK, WK Woche 1

Mein erster Wiederholungskurs fĂ€llt ein bisschen spezieller aus als dies scheinbar ĂŒblich ist (mangels WK erfahrungen kann ich da nichts dazu sagen).

Vor dem Kadervorkurs besuchte ich 2 Tage lang einen Umschulungskurs (UK). Die Unterkunft war in der Kaserne Auenfeld und die Technische Ausbildung am neuen System genossen wir in den bereits sehr bekannten RĂ€umlichkeiten in DĂŒbendorf. FĂŒr den neusten Jahrgang welcher im November fertig wurde war nicht viel neues. Aber es tat gut sich einmal wieder mit der Materie auseinander zu setzen, da man in 6 Wochen doch einige signifikante Details verdrĂ€ngt vergisst.

In der Kaserne DĂŒbendorf  trafen wĂ€hrend dem Mittagessen unsere Kameraden an, welche mit uns die Unteroffizierschule absolvierten und nun ihren Leutnands-Grad abverdienen.

Nach den Beiden Tagen hiess es auch schon: “Sie haben Urlaub bis Montag gemĂ€ss befohlener Zeit”.

Am Montag rĂŒckte ich mit kompletter AusrĂŒstung wieder in Frauenfeld ein um den zentralisierten Kadervorkurs (KVK) mit Wachtdienstrepetition, Risk-Management und Personenfestnahme zu absolvieren.

Am Dienstagabend verschoben wir zu unserer Unterkunft im Raum Fribourg. Wir teilten die Ausbildungslektionen auf und hatten danach AVOR Zeit. Die AVOR Zeit wurde am Mittwoch durch Repetitionen in den Bereichen Funksystem und ABC-Theorie unterbrochen, wirklich bahnbrechend neues lernte man dabei nicht. Jedoch merkte man, dass die Nachrichten Abteilung der Luftwaffe in den letzten Jahren einen Wandel durchgemacht hat, was den Betrieb und Aufbau betrifft. FrĂŒher ging man ganz anders an die Lösung des Auftrags als wir im letzten Jahr ausgebildet wurden.

Am Donnerstg ging es wieder nach Frauenfeld an die FahnenĂŒbergabe. Der Geist unserer Kompanie zeigte sich hier sehr deutlich. WĂ€hrend die anderen Kompanien “in ZĂ€hnerkollone! SAMMELN!” gesammelt wurde (was einiges an GelĂ€chter nach sich zog), reichte ein “Mir-Nach Marsch und Richten” völlig aus. Leider war ich dem Französisch zu wenig mĂ€chtig um eine saubere Gefechtsmeldung fĂŒr unsere Kompanie zu lancieren… 😉

Die FahnenĂŒbergabe war zum glĂŒck relativ kurz und wir verschoben wieder zurĂŒck in die Unterkunft in Fribourg um dort Material zu fassen und bald schlafen zu gehen.

Am Freitag startete die Ausbildung und ich durfte am Morgen zu erst die Wachtdienst Lektion auf Französisch mitverfolgen und diese am Nachmittag auf Deutsch selber geben.

Am Freitag war mein Dienst fĂŒr die erste WK Woche auch schon zu ende, da ich in den Genuss des Kader-Leistungsabtretens kam 😉

Ich hoffe auf gutes Wetter fĂŒr die nĂ€chste Woche. 3 Tage “Riegeln-Personenkontrolle-Schiessen” und eine Inspektion stehen auf dem Programm und das sind bekanntlich alles Outdoor-AktivitĂ€ten.

Ah ja noch was… ich bin auch Brieflich wieder erreichbar 😉

Meine Adresse:

Sgt Widmer Bastian
Cp rens FA 64
MilitÀr 86175

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Back to Army – cp rens FA 64

Ja schon ist es wieder soweit, die sechseinhalb Wochen zwischen ende der RS und dem WK sind wie im Zeitraffer vergangen und das Dasein als Zivilist hat grösstenteils wieder Einzug in den Alltag erhalten.

Die letzten beiden Arbeitstage waren geprĂ€gt durch Abschliessen von kleineren Arbeiten, Übergeben von Pendenzen und vieles was geklĂ€rt werden musste, dass irgendwie alles wĂ€hrend den nĂ€chsten Wochen in geregelten Bahnen lĂ€uft.

Der erst kĂŒrzlich im Schrank verstaute TAZ liegt bereit um morgen meinen Dienst anzutreten. He we go!

Was steht bevor?

Jetzt stehen zuerst einmal 2 Tage technische Ausbildung auf dem Plan. Wir werden auf den aktuellsten Stand gebracht was sich seit der RS verĂ€ndert hat. FĂŒr den jĂŒngsten Jahrgang wird wohl nicht viel Neues drin sein. FĂŒr diejenigen die schon mehrere WKs absolviert werden wohl mit einigen Neuerungen konfrontiert.

Und du schreibst noch?

Sicher! Gute Angewohnheiten soll man doch bekanntlich beibehalten, daher gibt es auch wÀhrend dem WK Wöchentlich ein Lebenszeichen von mir.

Ich wĂŒnsche noch eine schöne Woche.

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