FULW UOS 95-1 : Woche 9

Auch wenn die Woche 9 die letzte UOS Woche ist, ist das noch lange kein Grund kürzer zu Treten.

Am Montag stand uns bereits die Übung “Igel” bevor welche auf dem Plan bis 23.30 eingetragen war. Wie es Übungen so an sich haben, fördern diese viel Spekulationen zu tage. Bereits ein Kommentar unserer Zugführer betreffend dem Tarnstift, welchen wir mitführen sollten reichte aus um die Gerüchteküche in gang zu setzen. Unsere Zugführer kannten wir ja unterdessen ein bisschen(jedenfalls hatten wir sie schon  gesehen und gemeinsam die “Icebreaker-Mission” absolviert).

Die Übung an sich war eher praktischer Natur. Wir stellten das Wärmebildgeräte (WBG) auf und beobachteten Fahrzeuge welche auf der Hauptstrasse vorbei fuhren. Später am Abend – nach einem Abendessen aus der Gamelle – wurden zwei Gruppen gebildet. Die eine Gruppe stellte die WBGs auf und die andere Gruppe hatte das Ziel möglichst ungesehen an der anderen Gruppe vorbei zu verschieben.

Als es langsam Eindunkelte packten wir unsere Materialien zusammen und verschoben wieder in Richtung Dübendorf, wo wir nach einem Parkdienst in die Federn fallen durften.

Am nächsten Tag hatten wir wiederum eine Übung in welcher wir eine Nachrichtenzentrale in betrieb nahmen und einen abgesetzten Nachrichtenposten aufbauten. Erstmals wurden mir die Zusammenhänge der verschiedenen Systeme und Komponenten bewusst. In der Nachrichtenzentrale hatten wir den Auftrag im vertelstundentakt über die Sachlage zu informieren. Da die Software nicht wirklich flexibel mit den Daten umgehen kann (jedenfalls nicht, wenn man einen Zusammenzug der Geschehnisse wünscht) bemühte ich mich mit ein paar Tricks in Excel einen schönen Zusammenzug zu erstellen. Das ich natürlich sehr schnell als Nerd abgestempelt wurde ist ja wohl klar.

Nach dem Abendessen (wiederum Gamelle) drehten wir den Spiess um und hatten den Auftrag den Beobachtungsposten einzurichten. Bei den Temperaturen welche immer noch vorherrschten war das Unterfangen sehr Schweisstreibend.

Als Eckpunkt in dieser Woche war auch noch die WEMA. Vorgängig wurde von uns mindestens 110% Einsatz verlangt, was normalerweise darauf hinweist, dass es viel zu tun gibt und zu wenig Zeit zur Verfügung steht.

Die WEMA bestand aber schlussendlich aus Velorückschub (inklusive Beweis, dass es möglich ist ca. 30 Armeeräder auf einen Anhänger zu laden), Materialkontrolle, Materialverlustmeldungen und Bereitstellen des Materials, welches nächste Woche an die Rekruten ausgehändigt wird. Während der restlichen Zeit hielten wir uns im Aufenthaltsraum für weitere Aufträge bereit (=> Häsibe – Hält sich bereit). Da man die achsostärkste Zeitung der Schweiz irgendwann auch überflogen hat, begnügte man sich danach dem kreativen Umgang mit Technik oder besser gesagt den Internet Terminals im Aufenthaltsraum.

Am Freitag stand noch unsere Beförderung auf dem Programm, welche in der Lazariterkirche Gfenn abgehalten wurde. Nach einem kurzen Gruppenfoto und dem Apèro wurden wir ins Wochenende entlassen.

Morgen startet die FULW RS 95-2 und ich werde im Zug 2 als Gruppenführer eingesetzt. Ich bin jedenfalls schon jetzt auf die neuen Gesichter gespannt, welche ab morgen in Dübendorf ihren Dienst aufnehmen.

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